{"id":101,"date":"2012-04-15T07:52:04","date_gmt":"2012-04-15T06:52:04","guid":{"rendered":"http:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=101"},"modified":"2012-04-15T07:52:05","modified_gmt":"2012-04-15T06:52:05","slug":"die-letzten-tage-in-portugal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=101","title":{"rendered":"Die letzten Tage in Portugal"},"content":{"rendered":"<p>Sintra war wirklich sch&#246;n (obwohl es etwas geregnet hat). Ich fuhr mit meinem Bus in das historische Stadtzentrum hinein und parkierte mal irgendwo. Danach suchte ich das Touristoffice, um mir eine Stadtkarte zu holen. Anschliessend spazierte durch alle G&#228;sschen, verweilte in L&#228;den und degustierte den Kirschschnaps (Ginja), den f&#252;r diese Region so typisch ist. Der schmeckt etwa so wie ein \u201emon ch\u00e9rie\u201c. Beim Degustieren trank man den\u00a0 Schnaps aus einem kleinen Schockobecher, den man danach nat&#252;rlich essen konnte. Okok, ich gebe es ja zu \u2013 ich habe den Schnaps nur wegen dem Schockobecher probiert ;-). Da mir dieser Kirschschnaps aber wirklich gemundet hat, kaufte ich mir eine kleine Flasche (200ml). Da ich fr&#252;h dran war, entschied ich mich noch an die K&#252;ste zum \u201eCabo da Roca\u201c zu fahren. Dieser Ort geh&#246;rt auch noch zum Naturpark. Auf der Karte stand, dass es dort einen Leuchtturm und einen sch&#246;nen Aussichtspunkt habe. Also, nichts wie hin. Es war ganz nett. Nicht gerade der Kn&#252;ller, aber ganz ok. Ich wanderte dann noch ein bisschen an der K&#252;ste entlang. Eigentlich h&#228;tte ich mir ja einen Campingplatz in der N&#228;he von Sintra herausgesucht \u2013 eigentlich. Dann kam alles anders. Beim Zur&#252;ckfahren nach Sintra habe ich noch am Strand \u201ePlaia Grande\u201c halt gemacht. Aber nicht ohne Grund. Ich wusste, dass man hier auch surfen konnte, und wollte mal abchecken, ob es Surfer im Wasser hat. In Baleal haben alle reisenden Surfer am Strand in ihren Bussen &#252;bernachtet. So dachte ich mir, wenn es Surfer hat, die hier am Strand &#252;bernachten, mache ich das auch. (Nur keine Sorge, Mami). Als ich dort ankam, waren keine Surfer im Wasser. Es stand aber bereits ein Wohnmobil mit portugiesischem Kennzeichen dort. Ich spazierte am Strand entlang, und als ich dann zur&#252;ck bei meinem Bus war, klopfte ich an das portugiesische Wohnmobil. Ich wollte n&#228;mlich fragen, ob sie hier &#252;bernachten, und ob das unbedenklich sei. Es stellte sich dann heraus, dass sich zwei Deutsche (ca. 64 Jahre) darin befanden. Sie h&#228;tten sich das auch gerade gefragt. Aber der Freund (auch ein Deutscher, der hier lebt), bei dem sie das Womo gemietet haben, habe ihnen diesen Platz empfohlen. Aber vor dem Platz stand eben so eine doofe Verbotstafel. Hmmm, was nun? Kurze Zeit darauf, kam ein Fischer vom Strand zum Platz. Ich fragte ihn dann, ob er wisse, ob man hier &#252;bernachten darf (polizeitechnisch), und ob es sicher sei (ausraubetechnisch). Er meinte dann, dass man &#252;bernachten d&#252;rfe. Die Polizei k&#246;nne zwar schon aufkreuzen, aber nur um die Lage abzuchecken. Und wegen der Sicherheit meinte er, dass er keine Bedenken h&#228;tte. Das deutsche Paar hat sich w&#228;hrenddessen bei einer anderen Person erkundigt, die, die Aussage des Fischers best&#228;tigt hat. Gut, wir bleiben. Als ich dann sp&#228;ter in einem Caf\u00e9 einen Gal\u00e3o (Milchkaffee) getrunken habe, fragte ich dort sicherheitshalber nochmals nach. Auch diese Frau hatte keine Bedenken. Bei den Deutschen zur&#252;ckgekehrt, hatte sich in der Zwischenzeit auch ein Franzosenpaar dazugesellt. Ich wurde dann am Abend von den Deutschen zu einem Glas Rotwein in ihrem Womo eingeladen J. Das sind zwei Reiselustige, sag ich euch. Sie sind schon fr&#252;her mit Wohnmobilen weit herumgereist. Damals aber auch noch in Selbstausgebauten. Unter anderem, seien sie insgesamt dreimal mit dem Camper von Berlin nach Nepal gefahren (Fahrzeit je 6 Wochen). Krass, nicht? Heute gehe das nat&#252;rlich nicht mehr. Auch damals war der Iran schon etwas kritisch. Sie h&#228;tten dann immer einen Soldaten auf den Beifahrersitz gesetzt bekommen, und mussten die 3\u2018000km durch den Iran so schnell wie m&#246;glich abspulen. Je n&#228;her sie Nepal gekommen seien, desto leerer wurde der Camper. Sie h&#228;tten dann nach und nach den Inhalt verkauft, um 1. wieder Geld zu haben, und 2. den leeren Bus dann in Nepal zu verkaufen. Mit dem Erl&#246;s konnten sie sich nicht nur den R&#252;ckflug nach Berlin leisten, sondern zugleich einen Flug nach Thailand oder einen langen Aufenthalt in Nepal. Nicht schlecht, oder?! Es war wirklich noch ganz interessant mit diesen zwei zu plaudern. Es kam dann auch wirklich noch die Polizei. Aber wie schon der Fischer gesagt hat, schaute sie nur kurz nach dem Rechten.<\/p>\n<p>Gegen 23.00h ging ich dann wieder zu mir r&#252;ber, und machte mich bettfertig. Nach einer ruhigen Nacht, wurde ich am Morgen vom Rauschen des Meeres geweckt. Ach, ist das herrlich, wenn man bereits fr&#252;h morgens den Blick auf den Strand und das Meer geniessen kann. So gegen 10.00h verabschiedete ich mich von meinen deutschen Freunden, und fuhr weiter Richtung Porto. Jetzt geht\u2019s also wieder in n&#246;rdliche Richtung. Ich wusste, dass es in Vila Nova de Gaia einen Campingplatz hatte. Der heisst sogar \u201eParque de Campismo da Madalena\u201c :). Aber ich wusste eben nur das. Ich fuhr dann eben mal Richtung Porto \u2013 jedoch auf Hauptstrassen. Die Autobahn in Portugal ist n&#228;mlich extrem teuer. So hat man zwar viel l&#228;nger, aber die Fahrt ist umso abwechslungsreicher. Nach 5 Stunden Fahrt bin ich dann in Vila Nova de Gaia angekommen. Und wo ist jetzt der Camping? War nat&#252;rlich gerade nichts angeschrieben \u2013 w&#228;re ja auch zu sch&#246;n gewesen. Nach etwas ahnungslosem Herumfahren, habe ich dann in der N&#228;he eines Caf\u00e9s parkiert, und habe mir zuerst einmal einen Gal\u00e3o geg&#246;nnt. Beim Bezahlen fragte ich dann noch, wo denn hier in der N&#228;he der Camping sei. Es g&#228;be hier keinen Camping, war die knappe Antwort. Tssss! Wenn man zu faul ist, den Weg zu erkl&#228;ren, oder halt nicht so gut Englisch spricht, sagt man einfach, es g&#228;be keinen. Auch eine Variante. Also spazierte ich noch etwas weiter die Strasse hinunter. Ich fand dann wieder so eine tolle, grosse &#220;bersichtskarte der Stadt. Ich fand dann auch die Strasse, wo der Campingplatz ist. Leider war jedoch nirgends markiert, wo ich mich momentan befinde. Ich hab dann einen vorbeigehenden Herrn gefragt, der mir mein Standort gezeigt hat, und mir sogleich den besten Weg zum Campingplatz erkl&#228;rt hat. Mein Held! Keine 10 Minuten sp&#228;ter war ich auf dem Campingplatz &#8211; von wegen, es g&#228;be keinen, tsss! &#220;brigens gab es auch noch einen Strandabschnitt, der \u201cPraia da Madalena\u201d hiess :). Ich habe ja jetzt schon viele Wohnmobile gesehen. Wobei Wohnmobil untertrieben ist. Das waren richtige Reisecars, die zugleich noch einen Anh&#228;nger mit einem Mini darauf angeh&#228;ngt hatten! Und ich daneben mit meinem kleinen B&#252;ssli, hihi. Auf diesem Camping (Madalena) habe ich jetzt noch etwas anderes entdeckt: Man parkiert jetzt neu den Smart IM Reisebus (siehe Foto) \u2013 ohne Worte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sintra war wirklich sch&#246;n (obwohl es etwas geregnet hat). Ich fuhr mit meinem Bus in das historische Stadtzentrum hinein und parkierte mal irgendwo. Danach suchte ich das Touristoffice, um mir eine Stadtkarte zu holen. 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