{"id":103,"date":"2012-04-15T08:01:06","date_gmt":"2012-04-15T07:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=103"},"modified":"2012-04-15T08:01:29","modified_gmt":"2012-04-15T07:01:29","slug":"hola-espana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=103","title":{"rendered":"Hol\u00e0 Espa\u00f1a!"},"content":{"rendered":"<p>So, jetzt habe ich Portugal hinter mir gelassen und erkunde nun die Nordk&#252;ste Spaniens. Mein erster Stopp war Santiago de Compostela (Endstation des Jakobsweges). Ich habe sogar auf den letzten Kilometern vor Santiago d. Compostela Wanderer gesehen. Kaum auf dem Campingplatz angekommen, machte ich mich bereits auf den Weg ins Stadtzentrum. F&#252;r einmal zu Fuss, da es nur ein halbst&#252;ndiger Fussmarsch ist. Vor der ber&#252;hmten Kathedrale hatten sich auch schon einige Pilger versammelt. Ich ging dann hinein. Es ist jetzt nicht eine ausserordentlich wundersch&#246;ne Kirche. Aber ihre Gr&#246;sse machte schon Eindruck. Es herrschte auch eine spezielle Atmosph&#228;re. Ich habe dann noch ein Kerzchen durch elektrischen Zauber leuchten lassen, und bin wieder nach draussen gegangen. Ich flanierte so durch die Gassen, und liess mich von der Menschenmasse leiten. Es ist schon wieder eine kleine Umstellung in Spanien zu sein. Jetzt muss ich mir wieder \u201eGracias\u201c, statt \u201eObrigada\u201c und \u201eun caffe con leche\u201c, statt \u201eun gal\u00e3o\u201c angew&#246;hnen. Ach ja, und jetzt kann ich das WC-Papier wieder <span style=\"text-decoration: underline\">ins<\/span> WC schmeissen, und nicht mehr in einen Eimer. Dann kam mir auch noch pl&#246;tzlich in den Sinn, dass ich hier in Spanien die Uhr wieder eine Stunde nach vorne stellen muss. Zeit, um wieder zum Camping zur&#252;ck zu gehen.<\/p>\n<p>Ich hatte mich entschieden am n&#228;chsten Tag (Freitag, der 13. April \u2013 wuhuuu Freitag der 13.! \ud83d\ude09 ) um 12.00h den Gottesdienst in der Kathedrale zu besuchen. Die Frau an der Rezeption des Campingplatzes hatte mir gesagt, dass der 12 Uhr-Gottesdienst, der Wichtigste des Tages sei. Ich konnte mir gerade noch einen von den wenigen, leeren Sitzpl&#228;tzen ergattern, und das, obwohl ich bereits um 11.45h in der Kathedrale war. Es herrschte eine ganz besondere Atmosph&#228;re. In der Mitte hatte es B&#228;nke, links und rechts war je ein Gang. Der Gang war w&#228;hrend des ganzen Gottesdienstes in Bewegung. Leute kamen und gingen, machten Fotos und fl&#252;sterten miteinander. Von der Predigt habe ich leider nichts verstanden. Aber sie verl&#228;uft ja gleich wie bei uns: Sitzen, Stehen, Lesungen, Sitzen, Stehen, Singen, Beten\u2026 Beim \u201eVater Unser\u201c konnte ich dann wieder einsteigen. Und halt bei so Sachen, die man weiss, dass man sie jetzt auf Deutsch sagt. Ach ja, und beim \u201eFrieden\u201c w&#252;nschen, sch&#252;ttelte ich auch mehreren Menschen die Hand und fl&#252;sterte ein \u201ePace\u201c. Bei der Kommunion wurde es so richtig emotional. Viele Menschen fingen an zu weinen. So kullerte mir schlussendlich auch noch eine Tr&#228;ne &#252;ber die Wange. Nach einer knappen Stunde war der Gottesdienst vorbei, und ich ging wieder zum Campingplatz zur&#252;ck. Ich machte den Bus wieder abfahrbereit und fuhr dann Richtung Gij\u00f3n \u2013 eine 4-st&#252;ndige Fahrt, eigentlich. Ich war zeitlich wirklich gut dran, bis sich meine Ausfahrt in Luft aufgel&#246;st hatte. Wo eigentlich meine Ausfahrt 385 kommen sollte, stand bereits Ausfahrt 384. H&#246;&#246;&#246;? Hab ich da was verpasst? So kehrte ich um, um ganz sicher zu sein, dass \u201emeine\u201c Ausfahrt wirklich nicht da war. Sie war wirklich nicht da. Also nahm ich die Ausfahrt 384 und fuhr Richtung Hafen, da ich gelesen hatte, dass sich dieser Campingplatz am Meer und in der N&#228;he des Hafens bef&#228;nde. Es war weit und breit kein Camping in Sicht. Auf dem grossen Parkplatz vor dem Hafen stand ein kleiner Wohnwagen mit spanischem Kennzeichen. Ich klopfte an die T&#252;r, und juheee, ein Mann &#246;ffnete. Ich fragte ihn auf Spanisch, ob es hier in der N&#228;he einen Campingplatz g&#228;be. Das wisse er nicht, sagte er. Ich fragte dann, ob er Englisch k&#246;nne. Konnte er leider nicht. Also habe ich mit Handzeichen gefragt, ob er hier schlafe, ob das erlaubt sei, und ob das sicher sei. Er hat dann irgendetwas geplappert, was ich nicht verstanden habe. Es klang danach, als ob er nicht hier &#252;bernachten werde. Da sah ich einen Lastwagenchauffeur, der ganz so aussah, als ob er hier auf dem Platz &#252;bernachten werde. Also ging ich zu ihm, und fragte ihn zuerst, ob er wisse, wo der Campingplatz sei (auf Spanisch). Nein, das wisse er nicht. Ich habe ihn dann gefragt, ob er auch Englisch spreche. Leider Nein, aber Russisch k&#246;nne er. Das half mir auch nicht weiter. So fragte ich mit H&#228;nden und F&#252;ssen, Spanisch und Englisch, ob er hier schlafen werde. Er sagte, Ja. Ich fragte dann weiter, ob es sicher sei, und ich in meinem Bus neben seinem Lastwagen schlafen k&#246;nne. Ich hatte keine Lust mehr noch lange nach dem Campingplatz zu suchen, denn es war schon etwas sp&#228;t. Meine Frage hatte der Mann wohl etwas falsch verstanden. Er hat mir dann so auf Spanisch\/Englisch gesagt, dass er, ein alter Mann, nicht mit einer jungen Se\u00f1orita schlafe. Hahaha! Ich erkl&#228;rte dann nochmals, dass ich nicht mit ihm schlafen m&#246;chte, sondern in meinem Bus nebenan. Da war er dann einverstanden :). Aber irgendwie f&#252;hlte ich mich auf diesem Platz schon nicht so sicher. Also ging ich zur n&#228;chsten Tankstelle, und fragte dort nach dem Campingplatz. Uuuuh, da sei ich hier falsch. Der Camping sei am anderen Stadtende. Er erkl&#228;rte mir auf einer Karte den Weg, und ich entschloss meinen neuen Freund alleine schlafen zu lassen. So fand ich den Campingplatz schlussendlich doch noch. Man muss einfach mit den Leuten sprechen, dann findet man alles. Die Menschen hier sind echt hilfsbereit und freundlich. Leider hat es dann auch noch den ganzen Abend geregnet (es regnete schon tags&#252;ber). Seit Sintra regnet es jetzt immer wieder \u2013 auch ziemlich heftig manchmal. Ich glaube ich fahre dem Regen hinterher. Es scheint, als gingen wir in die gleiche Richtung :(. In Gij\u00f3n hat nun das hintere Dachfenster seine M&#228;ngel aufgezeigt: Es regnet rein! Zum Gl&#252;ck nur auf einer Matratzenh&#228;lfte. So konnte ich eine Pfanne darunter stellen, und auf der anderen Matratzenh&#228;lfte schlafen. Ich hatte dann zwar schon nicht so einen ruhigen Schlaf. Am n&#228;chsten Morgen fuhr ich bereits am Vormittag wieder weiter. Habe also von der Stadt Gij\u00f3n nicht viel gesehen. Ich hatte keine Lust im str&#246;menden Regen spazieren zu gehen.<\/p>\n<p>Jetzt bin ich in Santander. Es regnet auch wieder. W&#228;hrend der Fahrt hat es auch hineingeregnet. Hoffentlich trocknen die Matratzen noch etwas bis ich schlafen gehe. Sonst drehe ich sie halt um. Passt schon :). Ich habe heute (14.4.) noch Silikon organisiert, damit ich das Dachfenster abdichten kann. Leider kann ich das momentan noch nicht machen, da es st&#228;ndig regnet. Der Untergrund muss ja bei der Anwendung trocken sein. Also warte ich mal den Morgen ab. Das Dachfenster ist jetzt mal mit einem Plastiksack abgedeckt. Ich hoffe, dass das f&#252;r diese Nacht h&#228;lt. Jetzt ist dummerweise gerade der Wifi-Empfang weg. J&#228;nu. Werde den Bericht dann halt sp&#228;ter hochladen.<\/p>\n<p>Hasta luego!<\/p>\n<p>~ Madlene<\/p>\n<p>Kilometerstand am 14. April 2012: 6\u2018085 km<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, jetzt habe ich Portugal hinter mir gelassen und erkunde nun die Nordk&#252;ste Spaniens. Mein erster Stopp war Santiago de Compostela (Endstation des Jakobsweges). Ich habe sogar auf den letzten Kilometern vor Santiago d. Compostela Wanderer gesehen. Kaum auf dem Campingplatz angekommen, machte ich mich bereits auf den Weg ins Stadtzentrum. F&#252;r einmal zu Fuss, [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1442,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[612],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103"}],"collection":[{"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1442"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=103"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105,"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103\/revisions\/105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}