{"id":121,"date":"2012-05-24T18:03:05","date_gmt":"2012-05-24T17:03:05","guid":{"rendered":"http:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=121"},"modified":"2012-05-24T18:03:05","modified_gmt":"2012-05-24T17:03:05","slug":"gastfreundschaft-und-unbekanntes-luxembourg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=121","title":{"rendered":"Gastfreundschaft und unbekanntes Luxembourg"},"content":{"rendered":"<p>Nun bin ich also in Gr&#246;nland, und geniesse meine 2.5 Wochen Ferien :). Hier habe ich wieder einmal Zeit, den letzten Monat in Erinnerung zu rufen. W&#228;hrend den letzten 4 Wochen habe ich wirklich viel gesehen und erlebt. Ich fasse das alles m&#246;glichst kurz und verst&#228;ndlich zusammen, sonst w&#252;rde es n&#228;mlich Romane geben\u2026<\/p>\n<p>Regula kam am 22. April in Bordeaux an. Die dreiw&#246;chigen Reise durch 5 L&#228;nder (Westfrankreich, Luxembourg, Belgien, Holland und Norddeutschland) konnte also beginnen. Juhuuuiiii! Wir verbrachten die Nacht noch in der N&#228;he von Bordeaux, fuhren dann aber bereits am n&#228;chsten Tag weiter nach Nantes. Unterwegs machten wir noch einen Abstecher auf die \u00eele d\u2019Ol\u00e9ron, die uns sehr gefallen hat. Diese Insel ist bekannt f&#252;r ihre Austernzucht. Wir haben uns dann aber f&#252;r normale Muscheln entschieden. Und so genossen wir ein leckeres Mittagessen auf der \u00eele d&#8217;Ol\u00e9ron. Die Stadt Nantes hat uns ebenfalls gefallen. Die alten, steinigen Geb&#228;ude, die Gassen und der Charme von Nantes hat uns sofort verzaubert. Nach zwei N&#228;chten auf einem super Campingplatz ging es weiter in die Bretagne. Geanuer gesagt nach Brest, oder besser in die N&#228;he von Brest. Dort wussten wir nicht so genau, was uns erwarten wird\u2026Wir wussten nur so viel: 3 Jungs (Regula kannte einen von ihnen &#8211; Valentin), die Adresse zu ihrem Haus, und dass wir sehr wahrscheindlich zwei N&#228;chte dort verbringen werden. Wir waren schon etwas aufgeregt, als wir uns auf den Weg machten. Wir fuhren aber nicht auf direktem Weg dorthin, sondern machten noch zwei kurze Stopps. Den einen in St. Nazaire, und der andere in Gu\u00e9rande. Gu\u00e9rande ist bekannt f&#252;r seine Salzg&#228;rten an der Atlantikk&#252;ste.<\/p>\n<p>Wir waren schon etwas aufgeregt, als wir unserem Ziel immer n&#228;her kamen. Werden wir das Haus wirklich finden? (Ich fahre ja noch immer ohne Navi&#8230;) Was sind das f&#252;r Jungs, mit denen wir die n&#228;chsten Tage verbringen werden? Die Freude war gross, als wir den Bus beim richtigen Haus parkten. Kurz darauf erschien auch Valentin. Etwas sp&#228;ter besichtigen wir das Haus. Ein wirklich cooles, grossz&#252;giges Haus, das Valentin, Florent und Thibaud bewohnen. Obwohl Regula und ich sagten, dass wir draussen im Bus (oder dans \u201ele camion\u201c, wie die Jungs sagen w&#252;rden, hehe) &#252;bernachten k&#246;nnen, &#252;berliess uns Valentin sein Zimmer, und quartierte sich f&#252;r die zwei N&#228;chte bei Thibaud ein. Die drei Jungs studieren zusammen Maschinenbau, und haben jetzt noch ein Jahr vor sich. Es sind wirklich flotte, zuvorkommende und gut erzogene Burschen. Wir waren wirklich erstaunt. Nach einem gem&#252;tlichen Abend mit etwas Wein (so l&#228;sst sich Franz&#246;sisch leichter sprechen \ud83d\ude09 ), fielen wir m&#252;de ins Bett. Am n&#228;chsten Nachmittag zeigte uns Valentin einige sch&#246;ne Orte an der K&#252;ste. So verbrachten wir einen sonnigen, aber sehr windigen Nachmittag. Am Abend bekochten wir die Drei mit &#196;lplermagronen und Apfelmus. Nach den ersten skeptischen Bissen, schmeckte es ihnen. Puuuuh, Gl&#252;ck gehabt ;). Sp&#228;ter backten wir noch den Schockokuchen in der Bratpfanne, und offerierten wir ihnen \u201e&#228;s Zw&#228;tschg&#228;\u201c. Das mundete ihnen ebenfalls, und so verbrachten wir wieder einen gem&#252;tlichen Abend zusammen.<\/p>\n<p>Am n&#228;chsten Morgen brachen wir wieder auf. Es erwartete uns eine etwas l&#228;ngere Fahrstrecke. Unser eigentliches Ziel war bereits Luxembourg. Aber da die Stadt noch etwas weit weg war, entschieden wir uns, ungef&#228;hr in der Mitte der Strecke zu &#252;bernachten. In meinem Stellplatzf&#252;hrer haben wir dann nach einem Stellplatz mit WC und Elektrizit&#228;t gesucht. In einem kleinen D&#246;rflein namens Heutreauville, haben wir dann einen passenden gefunden \u2013 dachten wir zumindest. Aber dazu sp&#228;ter\u2026 Auf dem Weg zu dem besagten D&#246;rflein, befolgten wir den Rat unserer neuen Freunde, und besuchten Le Mont-Saint-Michel. Das ist eine kleine Insel, die vom Benediktinerkloster dominiert wird, das zuoberst auf der Insel erbaut wurde. Wir erfuhren, dass es dort nur 44 Einwohner hat, und man zum gr&#246;ssten Teil vom Tourismus lebt. Weiter geh&#246;rt Le Mont-Saint-Michel zum Weltkulturerbe der UNESCO, und seit 1998 wird dieser Ort als Teil des Jakobsweges in Frankreich aufgelistet. Dieser Ort war auf jeden Fall einen Stopp wert. Gegen Abend erreichten wir Heutreauville. Der Stellplatz war sehr gepflegt und lag direkt an der Seine. Ich fragte dann den Monsieur: \u201eO\u00f9 sont les toillettes?\u201c. Er antwortete erstaunt: \u201eIl n\u2019y a pas des toillettes\u201c. Regula und ich schauten uns nur so an, und dachten: Shiiiit!!! So mussten wir uns halt etwas in K&#246;rperbeherrschung &#252;ben. Nach dem Abendessen gingen wir auf einen Spaziergang, und waren froh, dass Heutreauville wirklich ein kleines, kleines Dorf ist, mit wenig Leuten und Wald entlang der Seine :)\u2026wir sind ja nicht heikel. Am n&#228;chsten Morgen verdr&#228;ngten wir unseren Toillettengang bis zum n&#228;chsten McDonald\u2019s, wo es dann ein \u201ecoffee to go\u201c mit auf den Weg gab. W&#228;hrend der Fahrt nach Luxembourg machten wir in Reims einen kurzen Stopp, um uns die Beine etwas zu vertreten. Es stellte sich heraus, dass auch Reims ein sch&#246;nes St&#228;dtchen ist. Was wird und Luxembourg bieten? Wir beide wussten eigentlich nichts von dieser Stadt, geschweige denn von diesem Land. Welche Sprache spricht man dort? Franz&#246;sisch? Da es an Belgien und Frankreich grenzt. Oder vielleicht sogar Deutsch, weil es auch an Deutschland grenzt? Existiert Luxemburgisch? Wir wussten es nicht. Als wir in Luxembourg ankamen, fanden wir folgendes heraus: Luxemburgisch= Nationalsprache. Deutsch und Franz&#246;sisch= Amtssprachen. So, da haben wir wieder etwas gelernt. Die Stadt Luxembourg hat uns jetzt nicht vom Sockel gerissen. Sie ist ganz nett, und hat einige sch&#246;ne Sehensw&#252;rdigkeiten. Aber der Charme hat uns gefehlt. Auf dem Weg nach Belgien, sind wir noch etwas durch die Landschaft von Luxembourg gefahren. Das Land wirbt f&#252;r sch&#246;ne Wanderungen, und dem werden sie wohl auch gerecht, denn wir sahen viele Wanderer. So liessen wir es uns nicht nehmen, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Nach diesem gem&#252;tlichen Rundgang, stiegen wir wieder in unseren \u201eCamion\u201c, und liessen Luxembourg hinter uns.<\/p>\n<p>Weitere Berichte folgen&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Li&#228;bi Gri&#228;ss, Madlene<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun bin ich also in Gr&#246;nland, und geniesse meine 2.5 Wochen Ferien :). Hier habe ich wieder einmal Zeit, den letzten Monat in Erinnerung zu rufen. W&#228;hrend den letzten 4 Wochen habe ich wirklich viel gesehen und erlebt. 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