{"id":241,"date":"2012-08-15T20:01:37","date_gmt":"2012-08-15T19:01:37","guid":{"rendered":"http:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=241"},"modified":"2012-08-15T20:01:37","modified_gmt":"2012-08-15T19:01:37","slug":"letzte-tage-in-finnland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=241","title":{"rendered":"letzte Tage in Finnland"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000\">Es hat wieder einmal etwas l&#228;nger gedauert&#8230;Sorry! Aber daf&#252;r k&#246;nnt ihr jetzt mehrere Berichte lesen&#8230;:)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Aaah, der Campinplatz in Savonlinna war suuuper. Am Morgen fr&#252;h in die Sauna, duschen, und dann fr&#252;hst&#252;cken. Das nenn ich mal einen guten Start in den Tag :). Ich habe noch am Vorabend die W&#228;sche gewaschen. Leider war sie am Mittag immer noch nicht trocken (es hatte keinen Tumbler). So musste ich die W&#228;sche im Bus noch einen ganzen weiteren Tag aufh&#228;ngen, bis sie endlich trocken war. Ich ging am Nachmittag zur erw&#228;hnten Burg Olavinlinna, und nahm an der Burgf&#252;hrung teil (die war im Preis inbegriffen). Die einst&#252;ndige F&#252;hrung war sehr interessant und kurzweilig. Die Burg, oder besser gesagt, die Festung, war von Schweden, Russland und Finnland besetzt worden, und jedes Land gab der Burg einen individuellen Touch. Der Standort der Burg h&#228;tte nicht besser sein k&#246;nnen. Da sie auf einer Insel lag, konnte man sie nur &#252;ber Wasser erreichen, was einen Angriff erschwerte. Zudem lag sie direkt an der Hauptwasserwegkreuzung Richtung Norden. So hatte man Macht &#252;ber die Handelsschiffe, da kein anderer Weg in n&#246;rdliche Richtung vorhanden war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Bevor ich weiter Richtung Porvoo fuhr, machte ich noch kurz einen Abstecher nach Kerm&#228;ki (nur ca. 20km &#246;stlich von Savonlinna). Dort steht die gr&#246;sste christliche Holzkirche der Welt: 45m lang, 42m breit und 37m hoch. Die Kirche hat f&#252;r 3\u2018000 Personen Platz. Notfalls k&#246;nnten sogar 5\u2018000 Personen in der Kirche Platz finden. Der Sinn des Baus einer solch riesigen Kirch war, dass die H&#228;lfte der Gemeindemitglieder die M&#246;glichkeit haben sollte, gleichzeitig das Wort Gottes h&#246;ren zu k&#246;nnen. Alle m&#228;nnlichen Gemeindemitglieder zwischen 15 und 60 Jahren waren verpflichtet beim Bau zu helfen. Nach drei Jahren war die Kirche fertiggestellt. So, das war wieder genug Kultur f&#252;r einen Tag. Ich fuhr noch etwas weiter, und hielt schlussendlich in Lappeenranta. In der N&#228;he einer Kirche fand ich einen gem&#252;tlichen Schlafplatz. Ich schlief lange. Am Morgen ab 9.00 Uhr wurde es lebendig um mich herum. Es kamen immer mehr Autos. Der Kleidung der Leute entsprechend, musste wohl eine Hochzeit stattfinden, dachte ich mir. So fr&#252;hst&#252;ckte ich gem&#252;tlich, und liess die Leute in die Kirch gehen, bevor ich aus meiner Wohnung stieg. Ich verbrachte einen gem&#252;tlichen, sonnigen Tag in Lappeenrenta\u2026flanierte am See entlang, besuchte das kleine, aber feine Altst&#228;dtchen, lag in der Sonne und studierte meine zwei Reisef&#252;hrer &#252;ber Estland und Lettland. Meine Reise geht ja schon bald ins Baltikum. Am fr&#252;hen Abend sass ich dann noch mit dem Laptop in ein Caf\u00e9, und recherchierte noch ein wenig &#252;ber die kommenden L&#228;nder. Ich fuhr sp&#228;ter noch etwas weiter Richtung Porvoo. Dort wollte ich den n&#228;chsten Vormittag\/Nachmittag verbringen, bevor ich dann gegen Montagabend in Helsinki eintreffen w&#252;rde. Einige Kilometer vor Porvoo fuhr ich auf einen grossen Rastplatz, um die Nacht dort zu verbringen. Die Rastpl&#228;tze hier oben sind sicher. Da muss man keine Angst haben, dass man am n&#228;chsten Tag in einem ausger&#228;umten Bus erwacht oder so. Ich war dann jedoch am Morgen schon etwas &#252;berrascht, als ich durchs Fenster einige Polizisten, 2 Polizeiautos und -motorr&#228;der sah. Mir war dann aber schnell bewusst, was hier los war: Zollkontrolle. Da diese Gegend sehr nahe der russischen Grenze liegt, wurden alle russischen Lastwagen kontrolliert. Mich beachtete man gar nicht, und ich konnte ungehindert weiterfahren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Am sp&#228;teren Vormittag kam ich in Porvoo an. Das ist die zweit&#228;lteste Stadt Finnlands, und liegt nur 50km &#246;stlich von Helsinki. Porvoo ist ein beliebtes Ausflugsziel f&#252;r die Hauptstadtbesucher, sowie \u2013einwohner. Die gut erhaltene Holz-Altstadt aus dem 14. Jh. mit ihrem Kopfsteinpflaster, den kleinen L&#228;den, Caf\u00e9s und Kunstgalerien laden zum Verweilen ein. Ich genoss einige warme und sonnige Stunden in diesem s&#252;ssen St&#228;dtchen. Um ca. 15.30h bin ich dann auf dem Campingplatz Rastila in Helsinki angekommen. Dieser Platz liegt etwas ausserhalb des Zentrums (ca. 20min. mit der Metro). Kaum angekommen, machte ich mich bereits auf in die Stadt. Ich wollte mir einen ersten &#220;berblick verschaffen, und mein F&#228;hrticket f&#252;r Donnerstag kaufen. Als ich dann am Hafen beim Geb&#228;ude der Viking Line ankam, hatte es soooo viele Leute, dass ich keine Lust hatte lange anzustehen. Ich entschied, morgen nochmals hinzugehen. Am Anfang war ich fast etwas &#252;berfordert mit dieser Menschenmasse, die sich durch die Strassen Helsinkis bewegte. Die letzten paar Wochen waren ja sehr ruhig, was Menschenmassen und Autoverkehr betraf. Seit Oslo war ich ja nie mehr in einer wirklich grossen Stadt mit so vielen Leuten, so hohen Geb&#228;uden, so vielen L&#228;den und Einkaufsh&#228;usern. Daran musste ich mich zuerst wieder etwas gew&#246;hnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Am n&#228;chsten Morgen erlebte ich eine angenehme &#220;berraschung. W&#228;hrend ich fr&#252;hst&#252;ckte, h&#246;rte ich pl&#246;tzlich ein Stimme \u201eGu&#228;t&#228; Morg&#228;\u201c sagend vor meinem Bus. Seit langem habe ich wieder einmal Schweizer angetroffen. Es handelte sich um Lydia vom Urnerland. Wir wechselten einige Worte, bevor wir dann den Tag separat in Oslo verbrachten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Als ich am Abend zur&#252;ck auf dem Campingplatz war, wurde ich von Lydia und und ihrem Ehemann Oscar zum Kaffee eingeladen :). Wir plauderten &#252;ber unsere Reisen und Erlebnisse, und ich war sehr froh &#252;ber die Tipps, die sie mir vor allem &#252;ber Polen gegeben haben. Diesen gem&#252;tlichen \u201eInnerschweizer-Abend\u201c habe ich sehr genossen. Lydia und Oscar sind dann am n&#228;chsten Tag weitergereist, und ich bin noch einen Tag in Helsinki geblieben. Da es sonnigeres Wetter, als am Vortag gemeldet hatte, entschloss ich mich noch auf die Insel Suomenlinna zu gehen. Suomenlinna ist eine\u00a0Festung, die auf einigen Inseln vor dem Hafen von Helsinki in Finnland liegt. Sie steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Inseln werden heute noch von etwa 950 Menschen bewohnt. Neben einigen Museen befindet sich auf den Inseln auch die Marineschule des finnischen Milit&#228;rs, weshalb die Festung vom Bildungsministerium verwaltet wird. Am Abend hatte ich mich dann mit Noora verabredet. Noora war zur gleichen Zeit wie ich ein Au Pair in Kalifornien. Ich hatte einen gem&#252;tlichen Tag in Helsinki und auf Suomenlinna verbracht. Mir waren seit l&#228;ngerem aufgefallen, dass &#252;berall Erdbeeren verkauft werden. Am Strassenrand, auf jedem Markt, vor Tankstellen,\u2026 Ich habe dann herausgefunden, dass die finnischen Erdbeeren besonders schmackhaft sein sollen. Das wollte ich nat&#252;rlich probieren, und habe mir Erdbeeren am Markt am Hafen gekauft. Ich sage euch, so leckere Erdbeeren hatte ich noch nie! *mampf* :). Um ca. 18.00h habe ich dann Noora nach 6 Jahren wieder gesehen. Es war nat&#252;rlich schon super, noch eine private Tour durch Helsinki zu bekommen, die auch an Orte f&#252;hrte, die nicht touristisch waren. Wir erinnerten uns an unsere Zeit in Kalifornien, und sprachen &#252;ber Dieses und Jenes. Es war interessant zu h&#246;ren, was sie in den vergangenen sechs Jahren so getrieben hat (wir hatten eben keinen regelm&#228;ssigen Kontakt). So verging die Zeit, und ich nahm eine der letzten Metros zur&#252;ck zum Campingplatz. Das war schon wieder der letzte Abend in Finnland. Ab dem n&#228;chsten Tag liegt wieder ein neues Land unter den R&#228;dern \u2013 Estland. Und schon bald habe ich wieder Besuch aus der Schweiz. Juhuuuuiiiii, s\u2019Annelis chunnd :)! Am 10. August wird sie in Tallinn landen, und ich werde sie dann selbstverst&#228;ndlich mit dem B&#252;ssli abholen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es hat wieder einmal etwas l&#228;nger gedauert&#8230;Sorry! Aber daf&#252;r k&#246;nnt ihr jetzt mehrere Berichte lesen&#8230;:) Aaah, der Campinplatz in Savonlinna war suuuper. Am Morgen fr&#252;h in die Sauna, duschen, und dann fr&#252;hst&#252;cken. Das nenn ich mal einen guten Start in den Tag :). Ich habe noch am Vorabend die W&#228;sche gewaschen. 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