{"id":244,"date":"2012-08-15T22:06:00","date_gmt":"2012-08-15T21:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=244"},"modified":"2012-08-15T22:06:00","modified_gmt":"2012-08-15T21:06:00","slug":"estland-mit-heimischem-besuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=244","title":{"rendered":"Estland mit heimischem Besuch"},"content":{"rendered":"<p>Am 9. August um 11.30h ging ich auf die F&#228;hre von Helsinki nach Tallinn. In der F&#228;hrkolonne habe ich einen &#228;lteren Portugiesen kennengelernt. Er war direkt hinter mir mit seinem Reisebus. Da sich die L&#228;nderflaggen an meiner hinteren Autot&#252;r h&#228;ufen, erregt der Bus auch immer mehr Aufsehen. Ich habe jetzt schon einige Male beobachtet, dass man &#252;ber meinen Bus gesprochen hat, oder dass man ihn beim Vorbeigehen genau studiert hat. Das ist noch am&#252;sant. Auf jeden Fall hat mich dann dieser Portugiese auf diese Flaggen angesprochen, und so kamen wir ins Gespr&#228;ch&#8230; Das F&#228;hrschiff war noch gr&#246;sser, als die bisherigen F&#228;hrschiffe. Es hatte unter anderem eine Karaokebar, in der vor allem die &#228;lteren Personen ein Lied zum besten gaben. Lustig zum Zuh&#246;ren und Zuschauen :). Nach 2.5 Stunden Fahrt ist das F&#228;hrschiff in Tallinn angekommen. Ich hatte mich n&#228;mlich entschieden, einen Tag fr&#252;her nach Tallinn zu gehen (Annelis kam ja erst am 10.8. an), um noch etwas in &#246;stliche Richtung zu fahren. Schlussendliche landete ich in K&#228;smu. Diese Ortschaft liegt im Lahemaa Nationalparkt und ist direkt am Meer. Lustigerweise habe ich dort gleich nacheinander zwei Schweizerpaare getroffen. Die einen waren vom Thurgau, und die anderen von St. Gallen. Die Thurgauerinnen sind dann wieder weitergefahren, und die St. Galler Ehepaar haben sich dann entschlossen, neben mir wild zu campen. Ich dachte zuerst, dass das Wild-Campen jetzt nicht mehr erlaubt sei, aber die Thurgauerinnen haben mir dann gesagt, dass man das in Estland noch darf, und es auch ungef&#228;hrlich sei. Gut :)! Es war echt super, dass ich diese Schweizer getroffen habe, denn sie kamen direkt von Poland und Litauen, und konnten mir so auch noch einige Ratschl&#228;ge und Hinweise geben. Mittlerweile habe ich gar keine Bedenken mehr durch das Baltikum und Polen zu reisen. Nat&#252;rlich immer noch mit einem wachen Menschenverstand. Ich bin dann am n&#228;chsten Morgen von den zwei St.Galler noch zum Kaffee eingeladen worden, bevor es f&#252;r mich weiter an die russische Grenze ging. Mein Ziel war die Grenzstadt Narva. &#220;ber 90% der 70&#8217;000 Einwohner sind Russen. Symbolhaft stehen sich hier direkt am Fluss &#8222;Narva&#8220; zwei m&#228;chtige mittelalterliche Festungen gegen&#252;ber. Auf estnischer Seite die Festung &#8222;Hermannsfeste&#8220; und auf der Russischen &#8222;Burg Ivangorod&#8220;. Es war schon ein eindr&#252;ckliches Bild. Ich war nur einige Meter von der russischen Grenze entfernt. Die Einwohnerzahlen sagen es ja bereits: Narva hat einen sehr russischen Touch. Man sieht und sp&#252;rt den russischen Einfluss. Nach einiger Zeit musste ich mich bereits wieder auf den R&#252;ckweg machen. Ich musste ja zur&#252;ck nach Tallinn. Es war aber nat&#252;rlich kein M&#252;ssen, wenn man dort eine Freundin in Empfang nehmen kann :). Ich fuhr zuerst auf den Campingplatz, um einzuchecken, und um zu fragen, ob es besser w&#228;re mit &#246;ffentl. Verkehrsmitteln zum Flughafen zu gelangen. Das junge Fr&#228;ulein sagte dann, dass es mit dem Auto kein Problem sei, und zeichnete mir den besten Weg auf der Karte ein. Auf dem Campingplatz traf ich wieder auf einen alten Bekannten &#8211; der Portugiese von der F&#228;hre war auch noch in Tallinn. Wir schwatzten etwas, und dann machte ich mich auf den zum Flughafen. Ich habe mich auch diesen Besuch extreeeem gefreut. Irgendwie war es auch komisch. Man hat ja schon so lange davon gesprochen, und gesagt, jetzt geht es nur noch 2 Monate, noch einen Monat, noch eine Woche, und jetzt war Annelis schon da. Juhuuuu :)! Wir fuhren zur&#252;ck zum Campingplatz, und richteten unser Heim ein. Wir kochten uns noch etwas zu Abendessen, redeten, lachten, redeten und lachten :). Annelis sagte mir dann, sie habe mir noch einige Sachen aus der Schweiz mitgebracht. Ich wusste, dass da sehr wahrscheinlich Schokolade dabei sein wird, da ich mir Schokolade gew&#252;nscht hatte. Nicht nur f&#252;r mich, sondern auch als Dank oder als Bezahlungsmittel gedacht, wenn es n&#246;tig w&#228;re :). Annelis packte da Sachen aus ihren Koffer, ich konnte es kaum fassen! Mein Mami hat ihr auch noch einiges mitgegeben. Dank&#228;&#228;&#228;&#228;&#228;&#228;&#228;&#228; viel, vielmal Mami! Ich ha mich meeeega gfr&#228;id!! Schlussendlich war mein Tisch voll mit Schokolade, Chr&#228;pfli, Cervelat, Landj&#228;ger, Greyerzer, Biberli, Ovoriegel und M&#252;esli. Leckaaaaaa :)! Die Stunden vergingen nur so, und wir machten uns dann mal bettfertig. Ich hatte schon etwas Bedenkten mit der Schlafsituation. Annelis ist doch ein St&#252;ck gr&#246;sser als ich, und die Liegefl&#228;che ist nunmal nur 1.5&#215;1.5m. Wenn man allein ist, reicht das v&#246;llig, und auch mit einen bisherigen G&#228;sten war es ok. So hoffte ich, dass Annelis gut schlafen wird. Es sind ja nur zwei N&#228;chte, die wir zusammen im Bus verbringen werden. In Riga, wenn dann Regula zu uns st&#246;sst, werden wir in ein Hostel gehen. Zu Dritt im Bus ist dann schon etwas gar eng. Diese zwei N&#228;chte im Bus gingen auch recht gut, obwohl ich denke, dass Annelis froh war, nicht viel l&#228;nger im Bus &#252;bernachten zu m&#252;ssen. Am Samstagmorgen nach dem Fr&#252;hst&#252;ck (mit schweizer M&#252;esli) spazierten wir am Meer entlang in Tallinns Altstadt. Es ist eine charmante, mittelalterliche Stadt. Es f&#252;hren viele enge verwinkelte Kopfseinpflastergassen durch das St&#228;dtchen. Auf den Pl&#228;tzen hatte es Marktst&#228;nde, und es herrscht ein buntes Treiben. Wir schlenderten durch die Gassen, gingen in die kleinen L&#228;delchen, und probierten diverse lokale Produkte an den Marktst&#228;nden. Das ist doch immer das Beste an einem Markt ;). Am fr&#252;hen Abend assen wir dann in der &#8222;Olde Hansa&#8220;. Das war wie Essen und Trinken im Mittelalter: rustikale Einrichtung, das Personal trug mittelalterliche Kleidung,\u00a0 und das Geschirr war aus Ton. Wir bestellten beide das B&#252;rgermeistermenu und ein traditionelles Honigbier. Zum Einstieg bekamen wir einen Beerenschnaps offeriert. Dieses Menu bestand aus Elch- und Wildschweinfleisch an einer Pilzrahmsauce, caramelisiertem Sauerkraut, speziellem Reis, Johannisbeeren und einem K&#228;sek&#252;chlein. Und es war so guuuuuuuuuut! Wir teilten uns zum Dessert noch einen Rosenpudding. Eine Sage besagt, dass man immer Jung aussehen wird, wenn man von diesem Rosenpudding isst. Jetzt m&#252;ssen wir nur noch abwarten, und sehen ob&#8217;s gewirkt hat ;). Da wir nur eine Nacht auf dem Campingplatz gebucht hatten, fuhren wir am Abend noch weiter. Ich habe in meinem Reisef&#252;hrer gelesen, dass es 40km westlich von Tallinn eine sch&#246;ne Steilk&#252;ste hat. So sind wir in Richtung dieser Steilk&#252;ste aufgebrochen, und haben unterwegs wild gecampt. Und schon stand der Sonntag vor der T&#252;re. Regula wird um 18.00h in Riga landen. Wir hatten also einige Stunden Zeit, um von Tallinns Umgebung nach Riga zu gelangen. Wir fuhren nach Richtung P&#228;rnu, und von dort der K&#252;ste entlang nach Lettland. In Salacgriva machten wir einen Stopp, und gingen an den Strand. Leider war kein Badewetter :(. Um ca. 17.30h kamen wir beim Flughafen an. Lieber zu fr&#252;h, als zu sp&#228;t. Der Flieger landete p&#252;nktlich, und schon bald trat Regula durch die Ankunftst&#252;ren. Es war unser zweites Wiedersehen (sie besuchte mich ja bereits im April\/Mai f&#252;r 3 Wochen). So stiegen wir zu Dritt in den Bus und machten uns auf die Suche nach unserem Hostel. Juhuuuuu! Riga, wir kommeeeeen! \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 9. August um 11.30h ging ich auf die F&#228;hre von Helsinki nach Tallinn. In der F&#228;hrkolonne habe ich einen &#228;lteren Portugiesen kennengelernt. Er war direkt hinter mir mit seinem Reisebus. Da sich die L&#228;nderflaggen an meiner hinteren Autot&#252;r h&#228;ufen, erregt der Bus auch immer mehr Aufsehen. 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