{"id":264,"date":"2012-08-23T16:55:30","date_gmt":"2012-08-23T15:55:30","guid":{"rendered":"http:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=264"},"modified":"2012-08-23T16:55:30","modified_gmt":"2012-08-23T15:55:30","slug":"letzte-tage-in-estland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mkontour.rtwblog.de\/?p=264","title":{"rendered":"letzte Tage in Estland"},"content":{"rendered":"<p>Wie ich ja schon im vorherigen Bericht erw&#228;hnt habe, fuhr ich zur&#252;ck nach Estland. Auf dem Weg dorthin, stoppte ich noch kurz in Sigulda, um dort im Touristoffice bereits Informationen &#252;ber den Gaujas Nationalpark und Cesis zu holen. Diese Orte werde ich n&#228;mlich besuchen, wenn ich von Estland zur&#252;ck komme. Ich steuerte V\u00f5ru in Lettland an. In meinem Reisef&#252;hrer steht, dass 18km s&#252;dlich von diesem Dorf der h&#246;chste Punkt des Baltikums liegt. Dieser H&#252;gel heisst Suur Munam&#228;gi (Grosser Eierberg) und ist stolze 318m hoch. Als ich dort ankam, war ich etwas entt&#228;uscht. Man hatte zuoberst &#252;berhaupt keine Aussicht \u2013 die B&#228;ume versperrten jegliche Sicht. Man h&#228;tte den Lift hoch zum Aussichtsturm nehmen k&#246;nnen, aber 1. war es neblig, und man h&#228;tte keine gute Sicht gehabt, und 2. war es viel zu teuer f&#252;r eine schlechte Sicht, die sehr wahrscheinlich eh nur Wald geboten h&#228;tte. Die Zeit war inzwischen schon recht vorangeschritten, und ich suchte einen Campingplatz mit Waschm&#246;glichkeit und Internet. Es war ja wieder h&#246;chste Zeit etwas von mir h&#246;ren zu lassen, und die W&#228;sche war langsam, aber sicher auch wieder f&#228;llig. So ging ich auf einen Campingplatz in der N&#228;he von V\u00f5ru, und schrieb die letzten Berichte, die ihr im Blog sehen k&#246;nnt. Leider hatte es dort keine Waschmaschine.<\/p>\n<p>Am n&#228;chsten Tag ging die Reise weiter in die Universit&#228;tsstadt Tartu. Mit etwa 100\u2018000 Einwohner (davon rund 20\u2018000 Studenten) ist sie die zweitgr&#246;sste Stadt Estlands. Ich ging auf dem Domberg, wo die Ruine der mittelalterlichen Domkirche thront, besuchte die Johanneskirche (Tartus Wahrzeichen), spazierte &#252;ber den Rathausplatz und durch andere Gassen. Die Stadt hat mich jetzt nicht sonderlich beeindruckt. Da hat mir Tallinn, trotz den 10-fachen Touristen, viel besser gefallen. Mein Nachtquartier schlug ich in Elva auf. Dort konnte ich dann auch meine W&#228;sche waschen. Aaaber, sie hatten keinen Tumbler. Da die W&#228;sche am n&#228;chsten Mittag nat&#252;rlich noch nicht trocken war, musste wieder meine gute Stube zum Resttrocknen herhalten. Der Campingplatz hatte eine super Feuerstelle. So habe ich ein Feuer gemacht, und, jaaa, war habe ich wohl gemacht? Jaaa, Cervelat gebr&#228;telt :). Zum Dessert gab es dann noch eine \u201eSchoggibanan&#228;\u201c. Mhmmm, das war ein Gaumenschmaus. Leider habe ich einen viel zu scharfen Senf gekauft &#8211; meine Kopfhaut f&#228;ngt an zu jucken, und ich habe das Gef&#252;hl meine Nasenhaare brennen. Das kommt halt davon, wenn man die estnische Sprache nicht versteht\u2026 Am fr&#252;hen n&#228;chsten Nachmittages, 17.8., fuhr ich weiter nach Otep&#228;&#228;. Genauer gesagt zum P&#252;haj&#228;rv (Heiligensee). Dieser buchtenreiche See gilt als Sch&#246;nster der Gegend. Ein 12km langer Wanderweg f&#252;hrt rund um den See herum. Und das habe ich dann auch gemacht. Ich brauchte etwas mehr Zeit f&#252;r die Umrundung, als ich mir eigentlich gedacht hatte. Ich verlief mich n&#228;mlich wieder einmal. An der S&#252;dspitze des Sees war ich irgendwie so in Gedanken versunken, dass ich wohl eine Verzweigung nicht gesehen hatte. Irgendwann fiel mir dann auf, dass ich schon lange keine weiss-gelb-weissen Markierungen mehr gesehen habe. Es f&#252;hrte aber immer noch ein guter Pfad weiter. Ich entschloss mich diesem Pfad zu folgen, und hoffte, dass ich dann eine Person treffen werde, die mir sagen kann, wo ich bin, und wo ich weitergehen muss. Ich traf dann wirklich eine Frau im Wald an. Sie sprach weder Englisch noch Deutsch. Mit Hilfe von Mimik und Gestik konnten wir uns verst&#228;ndigen, und ich fand wieder auf den richtigen Weg zur&#252;ck. Als ich nach der Umrundung erleichtert beim Bus ankam, realisierte ich, dass ich mich etwa 1h verlaufen hatte. Ist ja nichts Neues bei mir (man denke zur&#252;ck an meine norw. Wanderungen) :).<\/p>\n<p>Es war schon ziemlich sp&#228;t, als ich am gleichen Tag die Grenze zu Lettland &#252;berquerte \u2013 byebye Estland. Ich entschloss mich, auf den n&#228;chstbesten Campingplatz zu gehen, der nicht mehr allzu weit vom Gaujas Nationalpark entfernt ist. So &#252;bernachtete ich in Valmiera. Es wird wieder billiger! Das war ja der erste Campingplatz, den ich in Lettland besuchte (Riga mit M&#228;dels in Hostel). Ich zahlte nur 7 Lats (ca. 13 CHF).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ich ja schon im vorherigen Bericht erw&#228;hnt habe, fuhr ich zur&#252;ck nach Estland. Auf dem Weg dorthin, stoppte ich noch kurz in Sigulda, um dort im Touristoffice bereits Informationen &#252;ber den Gaujas Nationalpark und Cesis zu holen. Diese Orte werde ich n&#228;mlich besuchen, wenn ich von Estland zur&#252;ck komme. 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