erste Tage in Schweden
16 06 2012Von Silkeborg ging die Fahrt nun also weiter nach Frederikshavn. Leider war wieder einmal Sonntag. Das vergesse ich immer wieder. Beim Reisen vergesse ich die Wochentage… So war nicht viel los in Frederikshavn. Ich schlenderte trotzdem durch die Strassen. Es blieb dann halt beim „Window-Shopping“. Das war auch besser so. Die Fähre kostete mich schon genug! Sparen ist angesagt, die Reise geht doch noch eine Weile. Und jetzt komme ich in die richtig teuren Länder. Ich habe mir in der Nähe von Frederikshavn einen Stellplatz bei einem Bauernhof herausgesucht. Diese Übernachtung kostet nämlich nur 85 DKK (ca. 15 CHF) inkl. Dusche. Es war zwar kein richtiger Bauernhof mehr. Sie haben wohl Hunde, Kaninchen, Hühner, Tauben und Kanarienvögel, aber weder Kühe, Rinder, Schweine, Früchte, Gemüse, noch Getreide. So wie ich das verstanden habe, ziehen sie Bäume. Das Holz verkaufen sie dann an Betriebe zur Weiterverarbeitung, oder an Privatpersonen (Chemineholz). Letztes Jahr setzten sie 80‘000 Baumpflanzen. Der Platz war super. Aber ohne jegliches Mobilnetz. Ich hatte auf jeden Fall keinen Empfang. Während meinem Grönlandaufenthalt habe ich die Reiseführer studiert, und mir einen Überblick über der Gegenden verschaffen. Am frühen Abend legte ich noch meine Schweden/Norwegen-Route fest. Planung muss halt schon sein, sonst fährt man nur ziellos durch die Gegend.
Auch in der zweiten Nacht im Bus habe ich super geschlafen. Es ist schon wieder schön mit dem Bus unterwegs zu sein :). Den nächsten Morgen ging ich gemütlich an. Meine Fähre legte erst um 14h los, und ich musste eine halbe Stunde früher dort sein. Ich schlief aus, ging joggen, frühstückte, und machte den Abwasch. Etwas nach 12.00h fuhr ich dann zurück nach Frederikshavn. Ich wollte nämlich noch ins Touristoffice. Ich hatte noch keine genaue Ahnung, wo die Campingplätze in Göteborg sind. Man konnte dort zum Glück gratis ins Internet. So suchte ich mir einen heraus, und fotografierte den Wegbeschrieb mit dem Handy. Tiptop!
Die Fähre war grösser, als die von Deutschland nach Dänemark. Im Innern hatte es viele diverse Spielautomaten, einen grossen Shop, drei Restaurants, ein Internetcafé, und natürlich Kabinen zum Mieten, falls man etwas schlafen wollte. Die Überfahrt dauerte im Ganzen knapp 3.5 Stunden. Dank meinem fotografierten Wegbeschrieb, habe ich den Campingplatz gut gefunden. Er liegt ca. 7km südlich von Göteborg. Ich kam ca. gegen 18.00h dort an, und habe nicht mehr viel unternommen. Eine kurze Campingplatzbesichtigung, das Abendessen kochen und ein Spaziergang durch die Gegend. Am nächsten Morgen machte ich mich zu Fuss auf den Weg in die Stadt. Nach 1.5 Stunden erreichte ich das Stadtzentrum. Ich besichtigte die empfohlenen Sehenswürdigkeiten, wie z. B. das Hafengebiet, das Haga-Quartier, die Feskekörka (Fischkirche –> ein Fischmarkt), Göteborgs Prachtstrasse „Kungssportsavenyn“, usw. Die Stadt hat mir gefallen. Es ist aber nicht eine Stadt, die ich jemandem unbedingt weiterempfehlen würde. Dafür war sie zu durchschnittlich, nichts Spezielles. Zuerst dachte ich, dass ich für den Rückweg den Bus nehmen werde. Da es aber so schönes Wetter war, entschloss ich mich den 1.5-stündigen Weg auch wieder zurück zu gehen.
Als nächstes Ziel hatte ich mir Karlstad, mit einem kurzen Stopp in Amal, notiert. Den einen oder anderen kommt die Stadt Amal sicher bekannt vor. Sie wurde „berühmt“ durch den Film „Raus aus Amal“, der eine lesbische Teenagerliebe in der schwedischen Provinz schilderte. Wir haben diesen Film in der 2. Oberstufe (oder so) angeschaut. Ich habe dann in meinem Stellplatzführer gelesen, dass man in Amal nur für 100 SEK (ca. 14 CHF) übernachten kann. In Karlstad würde ich mind. das Doppelte bezahlen. Ich habe mich kurzfristig entschieden Karlstad auszulassen, und den sonnigen Tag am See „Vänern“ (der grösste See Schwedens) zu verbringen. Eigentlich hätte man im Touristoffice diese 100 SEK bezahlen müssen. Da es aber genau an diesem Tag geschlossen war, zahlte ich nichts. 🙂
stay happy!
Letzte Kommentare