Von Barcelona nach Zaragoza
17 03 2012So, jetzt ist bereits wieder einige Zeit vergangen, als ihr das letzte Mal etwas von mir gehört habt. Es ist auch so einiges gegangen während der letzten Woche…
Am Donnerstag, 8. März, habe ich Barcelona alleine erkundigt. Eine sehr schöne Stadt muss ich also sagen. Am Freitagmittag konnte ich dann mein Mami am Flughafen in Barcelona in Empfang nehmen :). Ihre erste, ganze Woche Ferien seit 30 Jahren. Das wurde ja mal Zeit, oder?! Im Campingplatz in Castelldefels angekommen, haben wir ihre Sachen in den Bus geräumt, und sind dann zum Strand spaziert. Dort haben wir einen ausgedehnten Spaziergang gemacht. Es war richtig schön am Meer entlang zu flanieren, etwas zu essen, die Füsse im Meer zu baden, und Muscheln zu sammeln.
Am nächsten Tag (Samstag) fuhren wir mit dem öffentl. Bus in die Stadt. Da ich mich schon etwas auskannte, konnte ich Mami etwas durch die Stadt führen. Wir haben div. Plätze und Sehenswürdigkeiten besichtigt. Am späteren Nachmittag stärkten wir uns noch in einer Tapas-Bar. Mhmmm, war das lecker :)! Am Abend sind wir dann erschöpft zum Campingplatz zurückgekehrt. Nun mussten wir noch die nächsten Tage planen. Der Rückflug von Mami war gesetzt: Madrid, 17. März 2012. Wo wollen wir überhaupt hinfahren? Wir haben uns dann für folgende Route entschieden: Barcelona – Zaragoza – Valencia – Madrid.
Am Sonntag, ca. um 11 Uhr, sind wir also in Richtung Zaragoza aufgebrochen. Wir haben uns aber nicht für den schnellsten Weg entschieden. Zuerst fuhren wir noch etwas der Küste entlang, dann über einen Pass Richtung Zaragoza. Die Landschaft war eindrücklich und abwechslungsreich. Nach einem kurzen Halt auf der Strecke, bemerkte Mami, dass etwas unter dem Auto tropfte. Es roch verdächtig nach Diesel. Wir fuhren weiter – unternehmen konnten wir ja sowieso noch nichts. Meine Tankanzeige sank jedoch verdächtig schnell. Ich habe nach 400km Fahrt 10l Diesel verloren. Nachtanken. Nach unserem kurzen Stopp an der Tankstelle, blieb eine Diesellache zurück. Zaragoza kam näher, die Wegweiser wurden rarer, der Diesel rinnte. So kam es, dass wir in Zaragoza etwas herumirrten, bis wir den Campingplatz gefunden haben. Bei unserer Parzelle angelangt, stellten wir ein Becken unter die Tropfstelle beim Bus. Ach, erst eine Woche unterwegs, und schon ein erster Autowerkstattbesuch. Aber wo hat es denn in der Nähe eine Garage?
Gleich am nächsten Morgen (Montag) ging ich zur Rezeption, und fragte in meinem gebrochenen Spanisch, nach einer Autogarage. Der Herr hat mir dann so eine Wage Beschreibung gemacht. Und siehe da, wir haben eine Autogarage gefunden – sogar eine Nissan *freu*! Mit einem Gemisch aus Spanisch und Englisch konnte ich dann mit dem zuständigen Herrn kommunizieren. Er schaute sich die Sache kurz an, und sagte, wir sollen, falls wir nicht früher etwas von ihm hören, in einer Stunde wieder kommen. Die Stunde vertrieben wir uns in einem Einkaufszentrum. Zurück bei der Garage, sagte der Herr uns, dass ein Teil der Dieselleitung einen Riss hatte. Diese hätten sie jetzt ersetzt, und ich verliere keinen Diesel mehr. Juhuuu, die Reise kann also weiter gehen :). Die Reparatur kostete mich 74 Euro. Wir sind dann zurück zum Campingplatz gefahren, und anschliessend mit dem öffentl. Bus in die Stadt Zaragoza. Es ist immer interessant mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Man sieht so versch. Quartiere und Regionen der Stadt. In der Stadt angekommen, haben wir einen 2-stündigen Rundgang zu Fuss gemacht. Ein gemütlicher Nachmittag, wo eine Tasse Kaffee nicht fehlen darf.
In der Nacht wurden wir von kräftigen Lauten geweckt. Zuerst dachten wir, es regne so stark. Es hörte sich an, als ob „Geislächlepfer“ nebenan wären. Als wir die Schiebetür öffneten, sahen wir, von wo das „Chlepfä“ kam. Es brannte unweit vom Camping. Haushohe Flammen konnten wir sehen, und die Feuerwehr kam schon bald darauf herangeeilt. Am nächsten Morgen sah man nur noch einen leichten Rauch in die Höhe steigen.
Dini Reis isch ja en Krimi…