zurück ans Meer

22 03 2012

Von Santa Elena gings weiter Richtung Gibraltar. Eigentlich hätte ich mir dort einen Campingplatz herausgesucht. Die Wegbeschreibung war aber nicht so toll…so habe ich mich kurzum entschlossen, ca. 2km zurück zu fahren, wo ich ein Campingplatzzeichen gesehen hatte. Insgeheim dachte ich, dass dies evtl. doch der Weg für meinen Campingplatz ist. Neee, war nicht so. Aber Hauptsache auf einem Campingplatz. Konnte dann meine Parzelle selber aussuchen. Das ist ein Vorteil der Nebensaison :). Ich wählte einen sonnigen Platz in der Nähe der Sanitäranlagen. Danach habe ich mich entschieden, die Gegend etwas zu erkunden. Der Campingplatz war eher abgelegen und etwas höher gelegen. Ich marschierte also die Strasse runter, und kam in ein typisches Ferienwohnungen-Quartier. Ein sehr gepflegtes Quartier mit einer riesigen Golfanlage. Man konnte sogar nur in dieses Quartier mit dem Auto, wenn man dort wohnt. Der Ein- und Ausgang hatte bewachte Barrieren. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich einfach so vorbeimarschieren kann – ich, als Nichteinwohner des Quartiers. Aber, als mich der Wächter mit einem freundlichen „Hola“ begrüsste, hab ich zurückgegrüsst, und bin durch spaziert. Ich bin dann so der Strasse entlang spaziert, in der Hoffnung, ich komme dann irgendwann mal zum Strand runter. Ich wäre sicher irgendwann dort angekommen. Aber nach einer Stunde hinunter spazieren, machte ich Kehrt und spazierte wieder hoch. Zurück am Campingplatz angelangt, machte ich Bekanntschaft mit meinen „Nachbarn“. Ein 42-jähriger Amerikaner (mit deutscher Abstammung) und seine 21-jährige, dänische Frau. Er ist ein ehemaliger amerikanischer Soldat, der in Somalia, Irak und in all der Scheisse (seine Worte) Dienst geleistet hat. Er hat seine ganze Familie bei 9/11 verloren, da sie alle im World Trade Center gearbeitet haben. Er ist jetzt – ja, schon mit 42 – pensioniert. Er bekommt die Soldatenrente. Ich weiss jetzt nicht mehr, wo er dann seine Frau kennengelernt hatte…auf jeden Fall möchten sie sich in Spanien niederlassen. Irgendwo zwischen Tarifa und Málaga. Jaja, jetzt suche ich mir auch einen Rentner, der uns beide durchbringen kann. Dann muss ich auch nie mehr arbeiten, und kann den Tag am Pool geniessen ;).

Am nächsten Tag, ungefähr um 11.30 Uhr bin ich dann weiter nach Tarifa gefahren. Tarifa ist die südlichst gelegene Stadt des europäischen Festlandes. Von dort sieht man direkt nach Marokko (nur 14km enfernt). Ab Málaga konnte man sich an jeder Tankstelle Schifftickets nach Tanger kaufen. Nach einer kurzen Fahrzeit (nur 1.5h) kam ich am frühen Nachmittag dort an. Der Strand war direkt am Campingplatz. Aaaaah, herrlich! Als ich beim Bus alles eingerichtet hatte, Strom und so, spazierte ich direkt zum Strand. Ich kam dann zu einer Tafel, die mir zeigte, wo ich war, und wo Tarifa war. Ich war nämlich etwa 10 Autominuten vom Städtchen Tarifa entfernt. Also los, einen Strandspaziergang nach Tarifa. Bis ich zum Stadtzentrum kam, verging eine Stunde. Dort angekommen, sass ich auf eine Bank am Meer. Direkt bei der Spaltung vom Mittelmeer zum Atlantischen Ozean. Danach ging ich durch die Strässchen und Gassen von Tarifa. Ein süssen Städtchen mit vielen Surferläden und Tapas-Bars. Nach einiger Zeit im Städtchen, suchte ich einen „mercado“, um das Nötigste einzukaufen. Die kleinen Läden auf dem Campingplatz sind immer so überteuert. Habe dann einen „mercado“ gefunden, habe eingekauft und bin zurückmarschiert. Tarifa hat einen unglaublich langen Strand. Auch extrem breit. Da es noch nicht sehr viele Leute hatte, hatte ich den ganzen Strand praktisch für mich. Oooh, ja! Bevor ich es vergesse: Direkt neben dem Strand auf einer spärlichen Wiese, hatte es Vieh. Ha äxtra Fotäli fir dich gmacht, Dädi :). Und Pferde hatte es auch.

Gegen Abend bin ich nochmals zum Strand spaziert, und habe mir den Sonnenuntergang angeschaut. Ein herrlicher Tag!

Ich bin etwas im Rückstand mit Schreiben…Hatte in letzter Zeit keinen richtigen Wifi-Empfang. Weitere Berichte folgen dann noch…

Liäbä Gruäss

~Madlene



Next Stop: Madrid (Final Destination fir s’Mami)

17 03 2012

Unser letztes gemeinsames Reiseziel wartete bereits auf uns: Madrid. Am Donnerstagmorgen sind wir losgefahren. Das Auto fuhr übrigens immer noch, ohne Diesel zu verlieren :). Als wir in die Nähe von Madrid kamen, begann das WirrWarr. Es war wieder nichts mehr so richtig gut angeschrieben. Alles so komische Bezeichnungen und Ortschaften, die in der Karte nirgends zu finden waren. Also, dem Bauchgefühl vertrauen, und in die ungefähre Richtung fahren, in die der Campingplatz sein musste. Das funktionierte sogar fast tadellos! Sind dann am späten  Nachmittag erleichtert in La Cabrera (40 min. von Flughafen Madrid entfernt) angekommen. Sind dann noch etwas im Dorf herumspaziert, haben einen Kaffee getrunken, und das Nötigste eingekauft.

Morgen (Freitag), war Mamis Geburtstag! Und ich hatte sie ganz für mich alleine :). Wir haben uns entschlossen, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Da wir seit Mami‘s Ankunft erstmals in einem gebirgigeren Teil campierten, wollten wir die Gelegenheit nutzen, und in die Natur gehen. Wir wanderten ca. 4 Stunden in einem eher steinigen Gebiet. Es war sehr schön, und tat richtig gut, sich in der Landschaft zu bewegen.

Am Abend backte ich dann noch einen Schockokuchen für Mamis Geburtstag. Er ist zwar nicht ganz geglückt, war jedoch trotzdem geniessbar. Das war jetzt schon der letzte Abend von  Mami’s Ferien bei mir. Ei, ging die Zeit schnell vorbei…

Am Samstagmorgen brachen wir, mit genug Zeitvorrat, Richtung Madrid Flughafen auf. Wir haben das Terminal 1 gut gefunden. Der Parkplatz dazu war für meine Bushöhe jedoch nicht so praktisch. Ich habe das Auto dann einfach zu hinterst neben dem Zaun parkiert, wo es niemanden stört. Nach einem Kaffee im Flughafen, hiess es dann wieder „Tschüss“ sagen. Wenn die Zeit so schnell vergeht, wie diese Woche, bin ich ja schon bald wieder zu Hause. Es war eine super Woche mit meinem Mami. Und ich denke, dass die zwei zurückgelassenen Männer (Dädi und Hannes), auch eine gute Zeit zusammen hatten. Ich wartete noch, bis Mami die ganze Kontrolle hinter sich hatte, und ging dann zu meinem momentanen Zuhause zurück.

Mein Tagesziel war Santa Elena. Da bin ich jetzt. Ich bleibe nur für eine Nacht, und fahre dann morgen weiter nach Gibraltar. Habe also morgen eine weite Strecke vor mir. Ich werde nun einige Tage im Süden Spaniens verbrigen. Am 25. März beginnt dann mein 2-wöchiger Surfkurs in Peniche. Juhuuuu, da freue ich mich jetzt schon darauf!

Winschä ych es scheens Weekend! Adios

~Madlene

Kilometerstand, 17. März 2012:  3’105km



Weiterfahrt Zaragoza – Valencia

17 03 2012

Weiter geht’s. Unser heutiges Ziel: Valencia. Also ein Campingplatz in der Nähe von Valencia, genauer gesagt in Pinedo. Wir sind dort am Nachmittag angekommen. Es war an der Zeit meine Wäsche zu waschen. Während die Wäsche an der Leine und auf dem Campingstuhl trocknete, machten mein Mami und ich einen Strandspaziergang. Der Strand war nicht so schön wie der in Castelldefels (Barcelona), aber auch ok. Wir genehmigten uns noch einen Kaffee in einem Restaurant, und spazierten wieder zurück zum Campingplatz. Die meiste Wäsche war unterdessen bereits trocken. Den Abend genossen wir bei einem guten Essen, Wein und Jassen.

Am Mittwoch ging es mit dem öffentl. Bus nach Valencia. Die Frau an der Rezeption sagte uns, dass wir für das Ozeanarium an der ersten Haltestelle aussteigen sollten. Gesagt, getan. Nur, wo sind wir hier? Sicher nicht dort, wo wir eigentlich sein sollten. So haben wir uns einfach einen anderen Bus geschnappt, und sind dann doch noch an unser Ziel gelangt. Das Ozeanarium war sehr eindrücklich (die Tiere bedauere ich einfach ein bisschen). Die Gebäudekonstuktionen waren auch sagenhaft.

Von dort aus, sind wir in einem Park Richtung Stadtzentrum geschlendert. Wunderbar, sag ich euch. Dort angekommen, ist uns schon bald aufgefallen, dass in der Stadt irgendein Fest sein muss. So viele Leute, so viele Skulpturen, so viele Lichterketten. Es war die Woche der „Fallas“. Ahaaa! Und was ist das? Die Fallas ist ein spanisches Frühlingsfest, das jedes Jahr in Valencia und Umgebung vom 15. – 19. März stattfindet. Hauptattraktion sind teils haushohe Skulpturen aus Pappe, und anderen brennbaren Materialien, die am letzten Tag des Festes feierlich angezündet werden. Sie heißen ebenfalls Fallas und haben dem Fest seinen Namen gegeben. So ist das. Wir sind durch die Gassen geschlendert, haben dieses und jenes besichtigt, und haben an einem der zahlreichen Churros-Stände Churros gegessen. Mhmmm!

Gegen Abend machten wir uns dann auf die Suche nach unserem Bus, der direkt neben dem Campingplatz haltet. Wir haben ihn dann gefunden. Zur Absicherung habe ich dann noch nachgefragt, ob dieser Bus wirklich beim Camping „Coll-Vert“ Halt macht. So einen Tag in der Stadt macht müde. Nach Suppe und Bratchääs mit Brot sind wir müde schlafen gegangen. Morgen gehts dann weiter Richtung Madrid.