Next Stop: Madrid (Final Destination fir s’Mami)

17 03 2012

Unser letztes gemeinsames Reiseziel wartete bereits auf uns: Madrid. Am Donnerstagmorgen sind wir losgefahren. Das Auto fuhr übrigens immer noch, ohne Diesel zu verlieren :). Als wir in die Nähe von Madrid kamen, begann das WirrWarr. Es war wieder nichts mehr so richtig gut angeschrieben. Alles so komische Bezeichnungen und Ortschaften, die in der Karte nirgends zu finden waren. Also, dem Bauchgefühl vertrauen, und in die ungefähre Richtung fahren, in die der Campingplatz sein musste. Das funktionierte sogar fast tadellos! Sind dann am späten  Nachmittag erleichtert in La Cabrera (40 min. von Flughafen Madrid entfernt) angekommen. Sind dann noch etwas im Dorf herumspaziert, haben einen Kaffee getrunken, und das Nötigste eingekauft.

Morgen (Freitag), war Mamis Geburtstag! Und ich hatte sie ganz für mich alleine :). Wir haben uns entschlossen, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Da wir seit Mami‘s Ankunft erstmals in einem gebirgigeren Teil campierten, wollten wir die Gelegenheit nutzen, und in die Natur gehen. Wir wanderten ca. 4 Stunden in einem eher steinigen Gebiet. Es war sehr schön, und tat richtig gut, sich in der Landschaft zu bewegen.

Am Abend backte ich dann noch einen Schockokuchen für Mamis Geburtstag. Er ist zwar nicht ganz geglückt, war jedoch trotzdem geniessbar. Das war jetzt schon der letzte Abend von  Mami’s Ferien bei mir. Ei, ging die Zeit schnell vorbei…

Am Samstagmorgen brachen wir, mit genug Zeitvorrat, Richtung Madrid Flughafen auf. Wir haben das Terminal 1 gut gefunden. Der Parkplatz dazu war für meine Bushöhe jedoch nicht so praktisch. Ich habe das Auto dann einfach zu hinterst neben dem Zaun parkiert, wo es niemanden stört. Nach einem Kaffee im Flughafen, hiess es dann wieder „Tschüss“ sagen. Wenn die Zeit so schnell vergeht, wie diese Woche, bin ich ja schon bald wieder zu Hause. Es war eine super Woche mit meinem Mami. Und ich denke, dass die zwei zurückgelassenen Männer (Dädi und Hannes), auch eine gute Zeit zusammen hatten. Ich wartete noch, bis Mami die ganze Kontrolle hinter sich hatte, und ging dann zu meinem momentanen Zuhause zurück.

Mein Tagesziel war Santa Elena. Da bin ich jetzt. Ich bleibe nur für eine Nacht, und fahre dann morgen weiter nach Gibraltar. Habe also morgen eine weite Strecke vor mir. Ich werde nun einige Tage im Süden Spaniens verbrigen. Am 25. März beginnt dann mein 2-wöchiger Surfkurs in Peniche. Juhuuuu, da freue ich mich jetzt schon darauf!

Winschä ych es scheens Weekend! Adios

~Madlene

Kilometerstand, 17. März 2012:  3’105km



Weiterfahrt Zaragoza – Valencia

17 03 2012

Weiter geht’s. Unser heutiges Ziel: Valencia. Also ein Campingplatz in der Nähe von Valencia, genauer gesagt in Pinedo. Wir sind dort am Nachmittag angekommen. Es war an der Zeit meine Wäsche zu waschen. Während die Wäsche an der Leine und auf dem Campingstuhl trocknete, machten mein Mami und ich einen Strandspaziergang. Der Strand war nicht so schön wie der in Castelldefels (Barcelona), aber auch ok. Wir genehmigten uns noch einen Kaffee in einem Restaurant, und spazierten wieder zurück zum Campingplatz. Die meiste Wäsche war unterdessen bereits trocken. Den Abend genossen wir bei einem guten Essen, Wein und Jassen.

Am Mittwoch ging es mit dem öffentl. Bus nach Valencia. Die Frau an der Rezeption sagte uns, dass wir für das Ozeanarium an der ersten Haltestelle aussteigen sollten. Gesagt, getan. Nur, wo sind wir hier? Sicher nicht dort, wo wir eigentlich sein sollten. So haben wir uns einfach einen anderen Bus geschnappt, und sind dann doch noch an unser Ziel gelangt. Das Ozeanarium war sehr eindrücklich (die Tiere bedauere ich einfach ein bisschen). Die Gebäudekonstuktionen waren auch sagenhaft.

Von dort aus, sind wir in einem Park Richtung Stadtzentrum geschlendert. Wunderbar, sag ich euch. Dort angekommen, ist uns schon bald aufgefallen, dass in der Stadt irgendein Fest sein muss. So viele Leute, so viele Skulpturen, so viele Lichterketten. Es war die Woche der „Fallas“. Ahaaa! Und was ist das? Die Fallas ist ein spanisches Frühlingsfest, das jedes Jahr in Valencia und Umgebung vom 15. – 19. März stattfindet. Hauptattraktion sind teils haushohe Skulpturen aus Pappe, und anderen brennbaren Materialien, die am letzten Tag des Festes feierlich angezündet werden. Sie heißen ebenfalls Fallas und haben dem Fest seinen Namen gegeben. So ist das. Wir sind durch die Gassen geschlendert, haben dieses und jenes besichtigt, und haben an einem der zahlreichen Churros-Stände Churros gegessen. Mhmmm!

Gegen Abend machten wir uns dann auf die Suche nach unserem Bus, der direkt neben dem Campingplatz haltet. Wir haben ihn dann gefunden. Zur Absicherung habe ich dann noch nachgefragt, ob dieser Bus wirklich beim Camping „Coll-Vert“ Halt macht. So einen Tag in der Stadt macht müde. Nach Suppe und Bratchääs mit Brot sind wir müde schlafen gegangen. Morgen gehts dann weiter Richtung Madrid.



Von Barcelona nach Zaragoza

17 03 2012

So, jetzt ist bereits wieder einige Zeit vergangen, als ihr das letzte Mal etwas von mir gehört habt. Es ist auch so einiges gegangen während der letzten Woche…

Am Donnerstag, 8. März, habe ich Barcelona alleine erkundigt. Eine sehr schöne Stadt muss ich also sagen. Am Freitagmittag konnte ich dann mein Mami am Flughafen in Barcelona in Empfang nehmen :). Ihre erste, ganze Woche Ferien seit 30 Jahren. Das wurde ja mal Zeit, oder?! Im Campingplatz in Castelldefels angekommen, haben wir ihre Sachen in den Bus geräumt, und sind dann zum Strand spaziert. Dort haben wir einen ausgedehnten Spaziergang gemacht. Es war richtig schön am Meer entlang zu flanieren, etwas zu essen, die Füsse im Meer zu baden, und  Muscheln zu sammeln.

Am nächsten Tag (Samstag) fuhren wir mit dem öffentl. Bus in die Stadt. Da ich mich schon etwas auskannte, konnte ich Mami etwas durch die Stadt führen. Wir haben div. Plätze und Sehenswürdigkeiten besichtigt. Am späteren Nachmittag stärkten wir uns noch in einer Tapas-Bar. Mhmmm, war das lecker :)! Am Abend sind wir dann erschöpft zum Campingplatz zurückgekehrt. Nun mussten wir noch die nächsten Tage planen. Der Rückflug von Mami war gesetzt: Madrid, 17. März 2012. Wo wollen wir überhaupt hinfahren? Wir haben uns dann für folgende Route entschieden: Barcelona – Zaragoza – Valencia – Madrid.

Am Sonntag, ca. um 11 Uhr, sind wir also in Richtung Zaragoza aufgebrochen. Wir haben uns aber nicht für den schnellsten Weg entschieden. Zuerst fuhren wir noch etwas der Küste entlang, dann über einen Pass Richtung Zaragoza. Die Landschaft war eindrücklich und abwechslungsreich. Nach einem kurzen Halt auf der Strecke, bemerkte Mami, dass etwas unter dem Auto tropfte. Es roch verdächtig nach Diesel. Wir fuhren weiter – unternehmen konnten wir ja sowieso noch nichts. Meine Tankanzeige sank jedoch verdächtig schnell. Ich habe nach 400km Fahrt 10l Diesel verloren. Nachtanken. Nach unserem kurzen Stopp an der Tankstelle, blieb eine Diesellache zurück. Zaragoza kam näher, die Wegweiser wurden rarer, der Diesel rinnte. So kam es, dass wir in Zaragoza etwas herumirrten, bis wir den Campingplatz gefunden haben. Bei unserer Parzelle angelangt, stellten wir ein Becken unter die Tropfstelle beim Bus. Ach, erst eine Woche unterwegs, und schon ein erster Autowerkstattbesuch. Aber wo hat es denn in der Nähe eine Garage?

Gleich am nächsten Morgen (Montag) ging ich zur Rezeption, und fragte in meinem gebrochenen Spanisch, nach einer Autogarage. Der Herr hat mir dann so eine Wage Beschreibung gemacht. Und siehe da, wir haben eine Autogarage gefunden – sogar eine Nissan *freu*! Mit einem Gemisch aus Spanisch und Englisch konnte ich dann mit dem zuständigen Herrn kommunizieren. Er schaute sich die Sache kurz an, und sagte, wir sollen, falls wir nicht früher etwas von ihm hören, in einer Stunde wieder kommen. Die Stunde vertrieben wir uns in einem Einkaufszentrum. Zurück bei der Garage, sagte der Herr uns, dass ein Teil der Dieselleitung einen Riss hatte. Diese hätten sie jetzt ersetzt, und ich verliere keinen Diesel mehr. Juhuuu, die Reise kann also weiter gehen :). Die Reparatur kostete mich 74 Euro. Wir sind dann zurück zum Campingplatz gefahren, und anschliessend mit dem öffentl. Bus in die Stadt Zaragoza. Es ist immer interessant mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Man sieht so versch. Quartiere und Regionen der Stadt. In der Stadt angekommen, haben wir einen 2-stündigen Rundgang zu Fuss gemacht. Ein gemütlicher Nachmittag, wo eine Tasse Kaffee nicht fehlen darf.

In der Nacht wurden wir von kräftigen Lauten geweckt. Zuerst dachten wir, es regne so stark. Es hörte sich an, als ob „Geislächlepfer“ nebenan wären. Als wir die Schiebetür öffneten, sahen wir, von wo das „Chlepfä“ kam. Es brannte unweit vom Camping. Haushohe Flammen konnten wir sehen, und die Feuerwehr kam schon bald darauf herangeeilt. Am nächsten Morgen sah man nur noch einen leichten Rauch in die Höhe steigen.