Glück gehabt…
3 06 2012Hafengeburtstag. Genau während unserem Aufenthalt in Hamburg war dieser Hafengeburtstag. Wir wussten nichts davon – leider. So kam es, dass wir nicht auf den Campingplatz gehen konnten – ausgebucht. Die Besitzerin erklärte uns einen Weg zu einem Stellplatz wie folgt: ca. 6km geradeaus, dann links in der Nähe vom Hafen. Ahaaa! Uns blieb nichts anderes übrig, als einfach mal loszufahren. So fuhren wir 6km geradeaus, und dann links Richtung Hafen. Es wäre ja wohl ein Zufall gewesen, wenn wir den Stellplatz sofort gefunden hätten. So irrten wir kreuz und quer umher. Unteranderem auch zweimal durch die Reeperbahn. Im Stillen machten wir uns bereits Gedanken, was wir nun machen werden, wenn wir keinen Platz mehr finden. Es wäre uns wohl nichts anderes übrig geblieben, als irgendwo ausserhalb von Hamburg einen Platz zu finden…falls diese nicht auch schon alle belegt waren. So weit kam es aber zum Glück nicht. Uns kam die Idee, in meinem Stellplatzführer nach einem Stellplatz in Hamburg zu suchen. Dort ist auch immer ein Wegbeschrieb dabei. Und, tataaa, einer war aufgelistet. Regula hatte zum Glück einen Reiseführer von Hamburg dabei, der eine Stadtkarte enthielt. Diese Karte war jedoch klein, und auf mehrere Seiten aufgeteilt. So war es am Anfang schwierig, unseren Standort und unser Ziel zu ermitteln. Nach insgesamt ca. 1.5 Stunden umherirren, fanden wir den Stellplatz. Abeeer, gerade als ich den Blinker stellte, stellte ein Mann ein Schild vor die Einfahrt: Stellplatz voll. Äääääh, kann das wirklich wahr sein?!? Unser Mund stand offen, wir trauten unseren Augen nicht. Der Mann muss uns unsere Verzweiflung angesehen haben, und winkte uns hinein. Für so einen kleinen Bus habe er noch ein Plätzchen frei. Uns fiel ein riesen Stein vom Herzen. Puuuuh, Glück gehabt!
Unsere nächste Herausforderung: Wäsche waschen. Da wir „nur“ auf einem Stellplatz, und nicht auf einem Campingplatz waren, gab es natürlich keine Waschmöglichkeiten. So fragten wir, ob es einen Waschsalon in der Nähe habe. Jawohl, habe es. Auf eine Strasse auf der Karte zeigend, sagte sie, dass irgendwo hier einer ist. Wir schulterten beide unseren Wäschesack, und marschierten zu dieser Strasse. Leider sah die Strasse nicht sehr viel versprechend aus. So entschieden wir uns, zuerst noch in einer Apotheke nachzufragen, bevor wir in eine falsche Richtung weiter gingen. Die Frau war sehr hilfsbereit. Sie googelte einen Waschsalon ganz in der Nähe. Ich merkte mir den Strassennamen, und bedankte mich für ihre Hilfe. Wir fanden den Waschsalon schlussendlich nach einer weiteren Auskunft. Glücklich, endlich angekommen zu sein (nach ca. 45 min.), fingen wir an unsere Wäsche zu waschen. Und was macht man in der Zwischenzeit? „Tschau Sepp“ jassen, einen Snack zu sich nehmen und Leute beobachten :). Als unsere Wäsche sauber und trocken war, warfen wir unser Bündel wieder über die Schultern und gingen zurück zum Stellplatz. Nun kam die letzte Problembehandlung des Tages an die Reihe: der Kühlschrank. Ich hatte nämlich ganz vergessen die Sicherungen zu kontrollieren. Dani hat mir nämlich gesagt, kontrolliere immer zuerst die Sicherungen, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Und lodaaa, die Sicherung war „verschmürzeled“. Die Kabelhalterung war sogar mit der Sicherungshalterung verschmolzen, und das Kabel war abgerissen. Ich schickte ein MMS an Dani, und fragte ihn, wie ich es reparieren soll, und wo ich am ehesten solche Teile herkriege. Die 24h-Notfallnummer funktionierte tadellos :). Bald darauf bekam ich Instruktionen, und die Mitteilung, dass er das nötige Material Nicolaj (meinem nächsten Feriengast) mitgeben wird. Super, Problem für den Moment erledigt. Das war ein anstrengender Tag.
Donnerstag, 10. Mai. Bereits der letzte ganze Tag mit Regula. Unglaublich, wie schnell die 3 Wochen vorbei gegangen sind. Morgen früh fliegt sie bereits wieder zurück in die Schweiz. Und ich bekomme sogleich neuen Besuch aus der Heimat. Wir verbrachten einen schönen Tag in Hamburg. Eine echt schöne Stadt. Wir sahen uns einige Sehenswürdigkeiten an, schlenderten durch die Einkaufsstrassen, und genossen den Tag. Es war auch der Tag der Entscheidung. Während unserer gemeinsamen Reise jassten wir immer etwa „Tschau Sepp“. Wir vereinbarten, dass die Person, die am Abend des 10. Mai weniger Punkte hat, die andere Person zum Abendessen einladen muss. Es blieb spannend. Wir lagen gleich auf. Schlussendlich gewann ich, und Regula durfte mich zum Abendessen einladen. Dankä, nu einisch :). Wir liessen den Abend in der Reeperbahn bei einem grossen Cocktail ausklingen.
Schon früh klingelte der Wecker. Aufstehen! 11. Mai: Der Tag des Abschiedes war gekommen. Ich begleitete Regula zum Flughafen. Nach einem letzten gemeinsamen Kaffee, verabschiedeten wir uns voneinander. Wir verbrachten wirklich 3 unvergessliche Wochen miteinander. Regula ging durch die Passkontrolle, und ich verweilte noch im Flughafen, da mein nächster Gast, Nicolaj, in ca. 1 h, um 8.50h, landen wird. Nicolaj wird mich eine Woche begleiten. Länger war gar nicht möglich, da ich am 18. Mai weiter nach Grönland fliegen werde.
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