Hallo Lofoten!

18 07 2012

Nach knapp 3.5h Fahrt, traf die Fähre in Moskenes ein. Ich deckte mich im Touristinfo mit nützlichen Informationen ein, und fuhr dann nach Å. Auf dem Weg dorthin, habe ich zwei Tramper aufgeladen. Clément und Alizée aus Frankreich. Sie machen einen 4-wöchigen Backpackertrip durch einige Länder Europas. In Å angekommen, gingen wir wieder getrennte Wege. Es sollte aber nicht das letzte Aufeinandertreffen sein – dazu später. Nach einiger Zeit in diesem kleinen Fischerdörfchen, fuhr ich wieder zurück nach Moskenes, wo ich auf einen Campingplatz ging. Schon bald stach mir ein Luzerner-Nummernschild ins Auge. Ich lernte Nicole und Sandro aus Ebikon kennen. Sie touren momentan mit ihrem Büssli durch Schweden und Norwegen. Gegen Ende Juli (so glaube ich), geht es für eine Woche zurück in die Schweiz, bevor sie dann ihr grosses Abendteuer durch die weite Welt starten werden. Wir assen gemeinsam Znacht. Sie sponserten den Lachs, den Salat, und das Dessert (!) – ich den Wild-Reis (wenigstens etwas). Bei „Chriiter“ und „Zwätschgä“ verbrachten wir noch einen gemütlichen Abend miteinander. Am nächsten Tag ging ich wieder auf eine Wanderung. Die Munkebu-Hütte war das Ziel. Die Tour war als mittelschwer beschrieben, und man gab eine 5-stündige Wanderzeit an. Klingt doch gut. Ich begab mich zum „starting point“. Ich folgte dem Pfad, und dachte nach einer Weile, dass das evtl. nicht der „richtige“ Weg sein könnte. Mit Hilfe der groben Routenbeschreibung und dem Bild, war es mir jedoch möglich, den Weg fortzusetzen, und später in den „richtigen“ Weg einzubiegen. Jaja, ich habe immer noch etwas mit diesen Wanderwegen zu kämpfen ;). Mich nahm es Wunder, wie gross (zeitlich gesehen) mein Umweg war. Nach 2.5h kam ich bei einem Berg vorbei. Oben auf dem Gipfel sah ich 2 Personen stehen. Hmm, soll ich jetzt meinen Weg zu dieser Hütte weitergehen, oder soll ich stattdessen auf einen Gipfel? Die Antwort war schnell klar: Gipfel! Ich drehte nach rechts ab, und ging den Berg hoch. Nach 30 min. war ich oben, und konnte eine herrliche Aussicht geniessen. Nach einiger Zeit machte ich mich wieder auf den Rückweg. Dieses Mal auf dem offiziellen Pfad. Bereits 1.5h später stand ich wieder vor meinem Bus. Da bin ich wohl auf dem Hinweg eine Stunde im „Gaggo“ umhergeirrt. War ja auch ein Erlebnis :). Ich setzte mich ins Auto und fuhr weiter nach Norden. In Reine machte ich einen kurzen Stopp. Es hiess nämlich, dass dieses 1400-Seelendorf mit seinen Kontrasten zwischen spitzen Berggipfeln und klarem Wasser malerisch sei. Es war auch wirklich ganz hübsch. Reine war jedoch noch nicht mein Tagesziel. Ich wollte noch weiter in Richtung Svolvær fahren (das ist übrigens die Hauptstadt der Lofoten), und irgendwo unterwegs auf einem Campingplatz übernachten (ich brauchte eine Dusche nach dieser Wanderung). Irgendwie bin ich schlussendlich in Unstad gelandet. Ich sah den Wegweiser, und habe mich erinnert, dass ich irgendwo gelesen habe, dass man dort surfen könne. So dachte ich, dass es dort sicher ein Campingplatz an schönster Meerlage haben würde. Als ich dort ankam, fuhr ich an den Strand, wo ich andere Fahrzeuge und Zelte sah. Ich suchte mir ein passendes Plätzchen, und spazierte zum Strand. Und tataaaa, wer traf ich dort? Clément und Alizée! Ich begrüsste sie freundlich, und mir wurde sofort eine heisse Schokolade und Kekse angeboten. Ich fragte sie, wie sie um Himmelswillen hier hergekommen sind. Es war nämlich eher unrealistisch, dass sie den ganzen Weg hierher gewandert sind. (Kleine Bemerkung am Rande: Unstad liegt nicht auf der Hauptstrasse, sondern an einem Inselzipfel der Lofoten). Sie erzählten mir, dass sie einen Norweger kennenlernten, mit dem sie bis nach Svolvær fahren können. Er, der Norweger, habe vorgeschlagen nach Unstad zu gehen, um dort gemütlich am Strand zu Abend zu essen. Kurz darauf tauchte Erik, eben dieser Norweger, auf. Die zwei Franzosen fanden es super, dass sie mit „ihren“ zwei Helfern einen gemütlichen Abend am Strand verbringen konnten. Clément, Alizée und Erik haben sich dann entschieden, ebenfalls die Nacht in Unstad zu verbringen, und morgen weiter nach Svolvær zu fahren. Sie richteten ihre Zelte neben meinem Büssli auf. Ich wollte ja eigentlich noch duschen gehen. Ich hatte mir bereits zuvor die Beine und Füsse im Meer gewaschen. Da das Wasser nicht arschkalt, sonder nur kalt war, entschied ich mich, im Meer baden zu gehen, um wenigstens das Gefühl zu haben, mich gewaschen zu haben :). Erik sagte, ich solle auf ihn warten, er wolle auch ins kalte Nass. Es war eher eine kurze Angelegenheit. Schnell hinein, etwas waschen, den Kopf unter Wasser, und wieder raus. Wir wagten uns dann noch ein zweites Mal hinein. Trotz Kälte war es herrlich. Wir fühlten uns wie Wikinger ;). Den restlichen Abend verbrachten wir alle in meinem Wohnzimmer. Wir genossen die Mitternachtssonne, tranken Bier, etwas Schnaps, und heisse Schokolade mit Cognac. Wir quatschten fast die ganze Nacht hindurch. Um ca. 5.00h verliessen meine Gäste die gute Stube. Wir hatten einen amüsanten Abend zusammen! Was für Zufall, dass ich wieder auf diese zwei Tramper gestossen bin!



Aktionen

Informationen

Schreib einen Kommentar

Du kannst diese Tags verwenden : <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>