letzte Tage in Schweden mit einem Wiedersehen
22 07 2012Ich fuhr eigentlich eher etwas östlich – ein letztes Mal nach Schweden. Ich hatte vor im Abisko Nationalpark eine Wanderung zu machen, Kiruna zu besichtigen, und den höchsten Berg Schwedens zu besteigen. Im Abisko Nationalpark habe ich eine schöne 6-stündige Wanderung unternommen. Am Abend des gleichen Tages (16. Juli), fuhr ich weiter nach Kiruna auf einen Campingplatz. Eigentlich wollte ich dort wieder einmal Berichte schreiben, und hochladen. Aber die Internetverbindung funktionierte ausgerechnet an diesem Tag nicht. So speicherte ich halt die geschriebenen Berichte auf meinem Laptop. Früh morgens des nächsten Tages ging ich in Kirunas Stadtzentrum, um im Touristoffice Informationen über den Kebnekaise (höchster Berg Schwedens) zu bekommen. Ich wurde dann leider enttäuscht. Diesen Berg kann man nicht so einfach besteigen. Man muss zuerst von der Ortschaft Nikkaluokta 19km zu der Kebnekaise Fjällstation (Schlafmöglichkeit) wandern, um dann von dort aus auf den Gipfel zu gehen. Und diese Wanderung daure ebenfalls ca. 8-10h. Dieses Vorhaben würde also ca. 3 Tage in Anspruch nehmen. Da, Erstens das Wetter nicht so stabil für die nächsten Tage war, und ich Zweitens nicht so viel Zeit für diese Wanderung aufbringen wollte, entschied ich mich eine einfache, kurze Wanderung im Kebnekaise-Gebiet zu unternehmen, den restlichen Nachmittag in Kiruna zu verbringen, und gegen Abend nach Kilpisjärvi weiter zu fahren. Das ist eine kleine Ortschaft in Finnland, nahe an der Grenze zu Schweden und Norwegen. So quasi in der Ecke. Dort stehen die höchsten Berge Finnlands. Ich dachte nämlich, wenn ich schon nicht auf dem höchsten Berg Schwedens war, dann gehe ich halt auf den höchsten Berg Finnlands.
Als ich auf dem Rückweg vom Kebnekaise-Gebiet nach Kiruna war, schrieb ich Cecilie (die Frau von Bodø, die mir die Übernachtung im Clubhaus angeboten hat) eine SMS, und fragte, ob sie eine schöne Zeit auf den Lofoten gehabt habe, und wo sie gerade seien. Oh, das habe ich glaub noch gar nirgends erwähnt. Genau an den Tagen, wo ich auf den Lofoten war, fand auch ein Biker-Treffen statt. Cecilie und ihr Freund gingen auch dort hin. Cecilie hat mir dann eine SMS geschrieben, als sie auf den Lofoten ankamen, um zu fragen, wo ich sei, und dass man sich ja vielleicht irgendwo wieder treffen würde. Das Wiedersehen auf den Lofoten kam dann aber nicht zu Stande. Ich habe ihr also von Kiruna aus diese SMS geschrieben. Kurze Zeit später bekam ich Antwort. Sie hat mir gesagt, dass sie von Narvik auf dem Weg nach Luleå seinen, und somit auch in Kiruna vorbeikommen würden. Sie würde sich freuen, mich in Kiruna zu treffen, falls ich noch dort sein würde. So trafen wir uns Kiruna. Ich lernte ihr Freund Tor kennen, und wir tranken einen Kaffee zusammen. Als wir wieder draussen, bei ihren Motorbikes waren, sagte Cecilie, dass sie mir gern etwas schenken möchte. Ich bekam ein echtes norwegisches Motorbike T-shirt – NMCU (Norsk Motorcycle Union). Ich freute mich riesig darüber! Voll kuuuul :)! Tor sagte mir, ich solle sie anrufen, falls ich im Norden irgendwelche Probleme mit dem Auto habe. Sie kennen einige Leute dort, und sie würden dann für mich Hilfe organisieren. Ich bin immer wieder erstaunt über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Norweger.
Wir verabschiedeten uns, und ich fuhr weiter nach Kilpisjärvi. Ich übernachtete wild, und ging am nächsten Morgen (18. Juli) zum Infocenter. Ich fragte wieder nach dem besten Weg, um zum höchsten Berg Finnlands (Halti) zu gelangen. Es stellte sich heraus, dass die Finnen nicht besser sind als die Schweden. Man müsste zuerst ca. 55km zum Berg wandern, um überhaupt die Gipfelwanderung zu beginnen. Es führt keine befahrbare Strasse zu diesem Berg. Aber ich könne mit einem Helikopter zum Ausgangspunkt fliegen, und dann mit der Wanderung starten, sagte mir die Frau. So würden es die meisten Leute machen. Ääääähm, Nein. Das mache ich definitiv nicht. So stieg ich halt den „Saana“ hoch. Das ist der heilige Berg der Sami (die Sami sind das Urvolk Lapplands).
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