Dänemark – Ferienvorbereitungen

6 06 2012

Schon bald nach dem Frühstück ging es mit dem Bus ins Stadtzentrum. Dort erkundeten wir die Umgebung mit den Sehenswürdigkeiten zu Fuss. Es war der zweite Besuch in Kopenhagen für mich. Als ich im Jahr 2009 meine dänische Kollegin (Malene) besuchte, verbrachten wir auch einen Tag in der Hauptstadt. Mir gefällt Kopenhagen nach wie vor. Ich glaube Nicolaj hat die Stadt auch gefallen, besonders das Abendessen ;). Er war nämlich noch nie in einem Hard Rock Café. So hat er sich ein T-Shirt gekauft, und wir haben uns entschieden am Abend dort Essen zu gehen.

Am nächsten Tag ging die Reise auch schon wieder weiter. Wir wussten nicht so genau, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. So fuhren wir zuerst einmal Richtung Odense. Dann entschieden wir uns in den nördlichen Teil der Insel zu fahren. Genauer gesagt nach Bogense. Das war eigentlich auch nur eine Ortschaft um zu übernachten. Es gab dort nichts Interessantes zu sehen oder zu unternehmen. Ich hatte mit einer anderen dänischen Kollegin (Kristina) vereinbart, dass ich meinen Bus bei ihr vor der Wohnung (in Esbjerg) stehen lassen kann, während meinen Ferien in Grönland. So war unser nächstes, und sogleich letztes Reiseziel Esbjerg. Wir trafen dort am 17. Mai um ca. 13.00h ein. Ich stelle den Bus an den Rand der Quartierstrasse. Dort wird er nun ganz einsam und alleine für die kommenden 2.5 Wochen stehen :(. Kristina begrüsste uns, und führte uns in ihre Wohnung. Nachdem wir etwas geplaudert hatten, druckte ich noch meine Flugtickets, -bestätigungen aus. Seeehr wichtig! Ansonsten könnte es etwas mühsam werden… Danach gingen wir in den Keller, wo ich einen Koffer bekam. Ich darf meinen Bus bei ihr stehen lassen, ihren Drucker u. ihr Internet benutzen, einen Koffer ausleihen – nicht schlecht, oder :)? Ich packte dann den Koffer mit meiner mitgebrachten Winterausrüstung. Ich habe Malene noch im Voraus gefragt, ob ich ihr etwas aus Dänemark mitbringen soll. Ihre Antwort brachte mich zum Schmunzeln. Sie sagte, dass sie gerne eine neue Sonnenbrille von H&M hätte, und je nach dem wie viel Platz ich noch hätte, Karotten, Salatgurken und Philadelphia. Karotten und Salatgurken seien nämlich sehr, sehr rar. Nur von Zeit zu Zeit bekommen sie dieses Gemüse von Island, und das sei nicht so gut. Also habe ich eine Sonnenbrille vom H&M, 2kg Karotten, 4 Salatgurken und 3 Philadelphia gekauft.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Kristina am Hafen und an der Küste. Sie hatte am Abend schon etwas vor, und so gingen Nicolaj und ich ein letztes Mal zusammen in einem Restaurant essen. Kristina hat uns eines empfohlen. Wie Regula und ich, jassten auch Nicolaj und ich „Tschau Sepp“. Mit der gleichen Regel: Wer am Schluss weniger Punkte hat, zahlt das Abendessen. Dieses Mal zahlte ich. Kristina legte einen Zweitschlüssel in den Briefkasten, und so konnten wir bei ihr die Zähneputzen und auf Toilette gehen, bevor wir im Bus schlafen gingen. Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus zum Bahnhof in Esbjerg, und von dort aus mit dem Zug nach Kopenhgen. In Kopenhagen mussten wir in einen anderen Zug umsteigen, um zum Flughafen zu gelangen. Mein Flug war 3 Stunden früher, als der von Nicolaj. So verabschiedeten wir uns, und ich ging durch die Passkontrolle. Es war eine tolle Woche, die, wie alle anderen Wochen, extrem schnell vorbei gegangen ist. Es war also tatsächlich soweit. Ich fliege nach Grööööönland! Juhuuuiiiii! Ich war richtig gespannt, was mich da alles erwarten wird.



Von Deutschland nach Dänemark

3 06 2012

Nicolaj ist gut in Hamburg angekommen. Wir bestiegen die Bahn, und fuhren zurück zum Stellplatz. Da sah er zum ersten Mal meine Behausung, und sogleich auch seine Unterkunft für die nächste Woche. Nachdem er sich den Bus angeschaut hatte, machten wir uns daran, den Kühlschrank zu reparieren. Das klappte wunderbar. Nach kurzer Zeit lief der Kühlschrank wieder :). Juhuuuiiii! Nachdem wir die bevorstehende Woche besprochen hatten (Wann? Wohin? Was?), gingen wir in die Stadt. Zuerst spazierten wir durch das Stadtzentrum, und machten da und dort den anderen Stopp. Da heute der Beginn des Hafenfestes war, gingen wir natürlich auch dort hin. Die Verpflegungsstände, Marktstände mit jeglichem Zeugs, Spielmöglichkeiten, usw. reihten sich aneinander. Menschen hatte es natürlich auch in Scharen. Wir entschieden uns, eine 1-stündige Bootstour durch den Hafen und die Speicherstadt zu machen. Das war eine tolle Tour. Wir sahen viele verschiedene und beeindruckende Schiffe, die extra zum Hafengeburtstag gekommen waren. Unter anderem kamen Schiffe direkt aus Russland. Die jungen Matrosen waren in der Uniform gekleidet, und waren wohl nicht älter als 20 Jahre. Langsam verspürten wir einen Hunger. So gingen wir die diversen Verpflegungsstände entlang, bis Nicolaj etwas ins Auge stach: Wildschwein am Spiess. Das war lecker! Wir verbrachten noch einige Zeit am Hafenfest, bevor wir die Reeperbahn besuchten. Nach einiger Zeit entschlossen wir uns zurück zum Bus zu gehen, um Nicolaj’s Einkaufstasche abzulegen. Wir planten nämlich am Hafenfest zu Abend zu essen. Vor dem Essen besichtigen wir jedoch noch eines dieser Russenschiffe. Schon noch cool, so ein Schiff! Als unsere Mägen knurrten, machten wir uns auf den Weg zu den Verpflegungsständen. Wir entschieden uns für „Riesenspiesse“ :). Wir schlenderten durch das rege Treiben, bis wir eine super Live Band spielen hörten. Wir blieben dort hängen, und genossen die Musik. Da wir beide schon seit früh morgens auf den Beinen waren, gingen wir noch vor Mitternacht zum Stellplatz zurück.

Adieu Hamburg! Heute geht’s nach St. Peter Ording. Kommt diese Ortschaft einigen von euch bekannt vor? Nicht? Und was, wenn ich die Serie „Gegen den Wind“ (mit Ralf Bauer) erwähne? Das ist nämlich der Ort, wo diese Serie gedreht wurde. Ein kleines Touristendörfchen. Es war gerade Ebbe und seeeeehr windig, als wir dort ankamen. Ich versucht dann eines dieser „berühmten“ Krabbenbrötchen. Das war zwar etwas trocken, aber dennoch ganz schmackhaft. Wir gingen noch zu einem Leuchtturm und genossen die Gegend. Könnt ihr euch noch an den Käpt’n Blaubär erinnern? Wenn ich die Leute hier sprechen hörte, erinnerte es mich jedes Mal an diese Sendung.

Am nächsten Tag, 13. Mai, ging es dann quer rüber nach Puttgarden. Wir hatten nämlich vor, von dort die Fähre nach Dänemark zu nehmen. Wir informierten uns über die Preise und die Abfahrtszeiten. Am Fährhafen hatte es auch ein grosses Duty-Free Schiff, wo man Sodas, Bier, Wein, jeglicher anderer Alkohol, Süssigkeiten, Kleider und Schuhe kaufen konnte. Die Dänen luden ihre Anhänger randvoll mit Sodas und Alkohol. Wir verbrachten noch die Nacht in Puttgarden, bevor es am nächsten Tag mit der Fähre (Fahrzeit 45 min.) nach Dänemark ging. Nach einigen Kilometern Fahrt wurden wir von einer Zollkontrolle aufgehalten. Sie wollten jedoch nur wissen, wohin wir wollten, und wie lange wir in Dänemark bleiben würden. Nach einem kurzen Blick in den Bus, durften wir bereits wieder weiter fahren. So setzte sich unsere Reise in Richtung Hauptstadt Dänemarks fort. Nach anfänglichen Schwierigkeiten den Campingplatz zu finden, klappte dies dann auch noch. Aber teuer ist es hier! Man merkte es schon. Man kommt dem teuren Norden immer näher… Für eine Nacht für 2 Personen zahlte ich bis jetzt durchschnittlich ca. 20 Euro. In Kopenhagen zahlten wir 37 Euro!!! Wir blieben für 2 Nächte. Der angebrochene Nachmittag/Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang am Meer entlang, und kochten danach unser Abendessen.



Glück gehabt…

3 06 2012

Hafengeburtstag. Genau während unserem Aufenthalt in Hamburg war dieser Hafengeburtstag. Wir wussten nichts davon – leider. So kam es, dass wir nicht auf den Campingplatz gehen konnten – ausgebucht. Die Besitzerin erklärte uns einen Weg zu einem Stellplatz wie folgt: ca. 6km geradeaus, dann links in der Nähe vom Hafen. Ahaaa! Uns blieb nichts anderes übrig, als einfach mal loszufahren. So fuhren wir 6km geradeaus, und dann links Richtung Hafen. Es wäre ja wohl ein Zufall gewesen, wenn wir den Stellplatz sofort gefunden hätten. So irrten wir kreuz und quer umher. Unteranderem auch zweimal durch die Reeperbahn. Im Stillen machten wir uns bereits Gedanken, was wir nun machen werden, wenn wir keinen Platz mehr finden. Es wäre uns wohl nichts anderes übrig geblieben, als irgendwo ausserhalb von Hamburg einen Platz zu finden…falls diese nicht auch schon alle belegt waren. So weit kam es aber zum Glück nicht. Uns kam die Idee, in meinem Stellplatzführer nach einem Stellplatz in Hamburg zu suchen. Dort ist auch immer ein Wegbeschrieb dabei. Und, tataaa, einer war aufgelistet. Regula hatte zum Glück einen Reiseführer von Hamburg dabei, der eine Stadtkarte enthielt. Diese Karte war jedoch klein, und auf mehrere Seiten aufgeteilt. So war es am Anfang schwierig, unseren Standort und unser Ziel zu ermitteln. Nach insgesamt ca. 1.5 Stunden umherirren, fanden wir den Stellplatz. Abeeer, gerade als ich den Blinker stellte, stellte ein Mann ein Schild vor die Einfahrt: Stellplatz voll. Äääääh, kann das wirklich wahr sein?!? Unser Mund stand offen, wir trauten unseren Augen nicht. Der Mann muss uns unsere Verzweiflung angesehen haben, und winkte uns hinein. Für so einen kleinen Bus habe er noch ein Plätzchen frei. Uns fiel ein riesen Stein vom Herzen. Puuuuh, Glück gehabt!

Unsere nächste Herausforderung: Wäsche waschen. Da wir „nur“ auf einem Stellplatz, und nicht auf einem Campingplatz waren, gab es natürlich keine Waschmöglichkeiten. So fragten wir, ob es einen Waschsalon in der Nähe habe. Jawohl, habe es. Auf eine Strasse auf der Karte zeigend, sagte sie, dass irgendwo hier einer ist. Wir schulterten beide unseren Wäschesack, und marschierten zu dieser Strasse. Leider sah die Strasse nicht sehr viel versprechend aus. So entschieden wir uns, zuerst noch in einer Apotheke nachzufragen, bevor wir in eine falsche Richtung weiter gingen. Die Frau war sehr hilfsbereit. Sie googelte einen Waschsalon ganz in der Nähe. Ich merkte mir den Strassennamen, und bedankte mich für ihre Hilfe. Wir fanden den Waschsalon schlussendlich nach einer weiteren Auskunft. Glücklich, endlich angekommen zu sein (nach ca. 45 min.), fingen wir an unsere Wäsche zu waschen. Und was macht man in der Zwischenzeit? „Tschau Sepp“ jassen, einen Snack zu sich nehmen und Leute beobachten :). Als unsere Wäsche sauber und trocken war, warfen wir unser Bündel wieder über die Schultern und gingen zurück zum Stellplatz. Nun kam die letzte Problembehandlung des Tages an die Reihe: der Kühlschrank. Ich hatte nämlich ganz vergessen die Sicherungen zu kontrollieren. Dani hat mir nämlich gesagt, kontrolliere immer zuerst die Sicherungen, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Und lodaaa, die Sicherung war „verschmürzeled“. Die Kabelhalterung war sogar mit der Sicherungshalterung verschmolzen, und das Kabel war abgerissen. Ich schickte ein MMS an Dani, und fragte ihn, wie ich es reparieren soll, und wo ich am ehesten solche Teile herkriege. Die 24h-Notfallnummer funktionierte tadellos :). Bald darauf bekam ich Instruktionen, und die Mitteilung, dass er das nötige Material Nicolaj (meinem nächsten Feriengast) mitgeben wird. Super, Problem für den Moment erledigt. Das war ein anstrengender Tag.

Donnerstag, 10. Mai. Bereits der letzte ganze Tag mit Regula. Unglaublich, wie schnell die 3 Wochen vorbei gegangen sind. Morgen früh fliegt sie bereits wieder zurück in die Schweiz. Und ich bekomme sogleich neuen Besuch aus der Heimat. Wir verbrachten einen schönen Tag in Hamburg. Eine echt schöne Stadt. Wir sahen uns einige Sehenswürdigkeiten an, schlenderten durch die Einkaufsstrassen, und genossen den Tag. Es war auch der Tag der Entscheidung. Während unserer gemeinsamen Reise jassten wir immer etwa „Tschau Sepp“. Wir vereinbarten, dass die Person, die am Abend des 10. Mai weniger Punkte hat, die andere Person zum Abendessen einladen muss. Es blieb spannend. Wir lagen gleich auf. Schlussendlich gewann ich, und Regula durfte mich zum Abendessen einladen. Dankä, nu einisch :). Wir liessen den Abend in der Reeperbahn bei einem grossen Cocktail ausklingen.

Schon früh klingelte der Wecker. Aufstehen! 11. Mai: Der Tag des Abschiedes war gekommen. Ich begleitete Regula zum Flughafen. Nach einem letzten gemeinsamen Kaffee, verabschiedeten wir uns voneinander. Wir verbrachten wirklich 3 unvergessliche Wochen miteinander. Regula ging durch die Passkontrolle, und ich verweilte noch im Flughafen, da mein nächster Gast, Nicolaj, in ca. 1 h, um 8.50h, landen wird. Nicolaj wird mich eine Woche begleiten. Länger war gar nicht möglich, da ich am 18. Mai weiter nach Grönland fliegen werde.