Silikonfuge gezogen, Wein getrunken
16 04 2012So, das mit dem Hochladen, hat ja dann am nächsten Morgen geklappt. Der Plastiksack hat den Schlafplatz auch trocken gehalten – juhuuu! Ich bin zwar mehrmals in der Nacht erwacht, weil es so stark gewindet hat. Wenn es so stark windet, schüttelt es immer den ganzen Bus durch. Zudem raschelte dieses Mal auch noch der Plastiksack über mir auf dem Dach. Aber Hauptsache, es ist alles trocken geblieben. Am Morgen nutzte ich gleich den regenfreien Moment, um eine Silikonfuge um die Dachhaube zu machen. Ich kletterte auf das Autodach, und putzte und trocknete die bestimme Fläche. So jetzt konnte ich loslegen. Nur gerade eine halbe Stunde später fing es wieder an zu regnen. Puuuh, da hatte ich Glück, dass ich das sofort am Morgen erledigt habe. Sonst hätte ich keine Chance gehabt, das noch vor meiner Weiterfahrt zu machen. Aber ich war mir auch nicht sicher, ob die Silikonmasse bereits trocken ist. Was passiert, wenn sie noch nicht trocken ist, und die feuchte Fuge mit Regenwasser in Kontakt kommt? Ist sie dann unbrauchbar? Ich hoffte das Beste. Es hat während dem Frühstück nicht hinein geregnet, während der Fahrt nicht, und jetzt am Nachmittag auch nicht (wie schon mal erwähnt: Der Regen und ich gehen in die gleiche Richtung). Bis jetzt sieht es also gut aus, dass mein Schlafplatz von nun an trocken bleibt. Muss er auch! Diese zweite Matratzenhälfte wird nämlich bald belegt sein. Eine gute Freundin, Regula, begleitet mich ab dem 22. April für drei Wocheeeen! Juhuuuuiii! Ich bin nun heute, Sonntag, in Haro angekommen. Die gut dreistündige Fahrt hierher war extrem schön. Herrliche Landschaften. Leider hat auf meinem Beifahrersitz jemand gefehlt, wo diese Landschaft mit meiner Kamera hätte festhalten können. Doch einige Fotos konnte ich dann auch machen. Ich bin wieder mal über einen Pass gefahren :). Passhöhe 900m, sogar mit etwas Schnee. Ja, hier in Nordspanien herrschen auch wieder etwas andere Temperaturen. Nichts mehr mit Kurzenhosen und T-Shirt :(. Hier steigt das Thermometer auch nur gerade auf 10°C. Haro ist eigentlich die unattraktive Hauptstadt von der Region „La Rioja“. Haro wird durch den traditionellen Weinbau geprägt. Es hat hier jegliche „Bodegas“ (Weinkellereien), die man besichtigen kann. Darum habe ich mich entschieden dieses unattraktive Städtchen zu besuchen. Nur blöd, dass ich einen Sonntag erwischt habe. Da haben natürlich alle diese Bodegas zu. Also habe ich mir erstmals Haro angeschaut. Das Zentrum ist noch ganz härzig. Aber ausserhalb des Zentrums ist es wirklich nicht mehr attraktiv.
Während der Nacht hatte es wieder stark geregnet. Ich war richtig angespannt, und habe immer wieder Licht gemacht, um zu sehen, ob schon irgendwo Wasser eindringt. Nichts – Erleichterung. Am Morgen habe ich bewusst etwas mehr gefrühstückt, als normal, da ich ja bald Wein in meinem Magen haben werde. Ich habe mich entschlossen die „Bodega Muga“ zu besuchen. Ich hatte Glück. Kaum10 Minuten nach meiner Ankunft, begann die Tour. Zwar auf Spanisch – egal. Die Tourfrau hat dann so gequaselt und geplaudert. Ich habe das dann mehr oder weniger verstanden, und mir den Rest zusammengereimt. Es war sehr interessant. Am Schluss der einstündigen Tour konnten wir noch ein Glas Weisswein und ein Glas Rotwein trinken. Dazwischen gabs Crackers. Der Weisswein war jetzt nich so nach meinem Geschmack, aber der Rotwein mundete mir. Als Souvenir konnten wir dann unser Weinglas behalten, und bekamen zugleich so eine Weintasche aus Jute – nett. Viel mehr Wein durfte ich ja auch gar nicht trinken, da ich ja bald darauf wieder weitergefahren bin.
Nächster Halt: Donostia-San Sebastián. Ich bin dann hier am späteren Nachmittag angekommen. Der Campingplatz liegt etwas oberhalb von S. Sebastián in einer herrlichen Gegend. Hier ist es überhaupt ganz schön. Berge, grüne, saftige Hügel, Wälder, Meer und Strand. Hier bleibe ich für zwei Nächte. Heute Nachmittag habe ich die Gegend auf diesem Hügel noch etwas erkundschafted, und meine tolle Wifi-Verbindung ausgenutzt. Morgen geht es dann den ganzen Tag in die Stadt hinunter. Die soll ja so extrem schön und vielfältig sein, habe ich gelesen. Ich werde es ja bald sehen. Ach ja, heute war wieder einmal ein sonniger Tag. Aber auch nicht allzu warm. Nur ca. 12°C. Und die nächsten Tag werden auch nicht wärmer… :(.
Hasta la vista!
Madlene
Kategorien : Schweiz
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