FaNtAsTiScHeS GRÖNLAND

9 06 2012

Jetzt bin ich bereits wieder zurück in Dänemark. Die 2.5 Wochen in Grönland waren traumhaft! Die Zeit ging einfach viel zu schnell vorbei. Eins nach dem anderen: Ich flog also am 18. Mai nach Reykjavik. Dort hatte ich einen „Overnight Stay“. Am nächsten Morgen ging mein Flug weiter nach Kulusuk. Das ist die Hauptdestination der Ostküste Grönlands. Von dort aus hat man Schiff-, oder Helikopterverbindungen zu den anderen Orten. Da es aber noch zu viel Eis hatte, war die Schiffverbindung gar nicht möglich. Juhuuuuiiii, mein erster Helikopterflug! Leider dauerte dieser nicht sehr lange. Nach nur gerade 10 Minuten kam ich in Tasiilaq an, wo mich Malene bereits erwartete. Malene ist eine dänische Kollegin, die ich während meines Aupair-Jahres in Kalifornien kennengelernt habe. Sie war auch ebenfalls ein Aupair. Sie hat nun einen 3-jährigen Arbeitsvertrag in Grönland, als Kindererzieherin, unterschrieben. Sie arbeitet in einem Kinderheim. Die Kinder in diesem Heim kommen aus sehr schwierigen Familienverhältnissen. Die Eltern sind nicht fähig, meist wegen Alkoholproblemen, selber für die Kinder zu sorgen. Einige Kinder können übers Wochenende nach Hause, falls dies der Alkoholpegel der Eltern zulässt. Ich ging einen halben Tag mit Malene zur Arbeit. Die Kinder sind sooo süss. Ich habe sie sofort liebgewonnen. Als ich sie eine Woche später wieder getroffen habe, haben sie mich sofort wiedererkannt, sind zu mir gerannt, und haben mich umarmt – süss, nicht?! Malene hatte natürlich nicht die ganzen 2.5 Wochen frei. Das war auch gut. So konnte ich ab und zu Berichte schreiben, die Gegend auf eigene Faust erkunden und alles einfach geniessen. Ich musste mich aber zuerst noch daran gewöhnen, dass es nicht dunkel wurde. Es war schon nicht immer so hell, wie am Nachmittag, aber in der Nacht wurde es auch nie wirklich dunkel. Man hätte zu jeder Zeit draussen die Zeitung lesen können. An den Tagen, wo Malene frei hatten, unternahmen wir natürlich etwas zusammen. Wir überquerten mit Langlaufskiern den gefrorenen Fjord, bestiegen zwei Berge, gingen in die Dorfdisco :), nahmen an zwei Dorfrennen teil (3.7km secklä), hatten eine Girls Night (mit Kolleginnen von Malene), haben gegrillt, besichtigten das Museum, die Kirche und, und, und. Ich ging dann noch alleine auf eine 21-stündige Hundeschlitten-/Eisfischen-Tour. Es war ein grossartiges Erlebnis, obwohl ich nicht ganz die Tour bekam, die mir versprochen wurde. Da es eben in den letzten Tagen immer sonnig, und relativ warm (10°C) war, schmolz das Eis und der Schnee immer schneller. Deshalb hat der Tourorganisator entschieden, dass meine Tour so aussehen wird: Abfahrt mit Hundeschlitten 3.30h, Hundeschlittenfahrt an einen bereits offenen Hafen, dann mit dem Segelboot zu einem anderen Dorf. Dort könne man das Dorf besichtigen, und sich für einige Stunden aufs Ohr legen. Dann mit dem Segelboot zurück zum Hafen, und schliesslich mit dem Hundeschlitten retour nach Tasiilaq. Aaaaber, da mein Hundeschlittefahrer kurzfristig wechselte, beeinflusste das auch meine Tour :(. Wir fuhren wie abgemacht am 3.30h mit dem Hundeschlitten los, fuhren 4.5h zu einem zugefrorenen See. Eisfischen stand nun auf dem Programm. Für ganze 10 (!!!) Stunden. Wir „durften“ nicht früher zurück, da sonst der Schnee und das Eis noch zu weich waren. So mussten wir auf den Abend warten. Wir haben in dieser Zeit nur 5 Fische aus dem Wasser gezogen. Drei davon habe ich gefangen (Seewölfe). Wir fuhren dann um 18.00h wieder zurück. Nach 6.5h Heimfahrt, und 4-5 Einbrüchen im Eis, bin ich erleichtert und müde vom Schlitten gestiegen. Was für ein Erlebnis!

Es hat dann sogar später noch mit einer kurzen Schneetöff-Tour geklappt. Ein Freund von Malene, der Schneetöff fährt, kam am 30. Mai zurück nach Tasiilaq. Zuerst sagte er, dass es sehr wahrscheindlich nicht mehr möglich sei, da der Schnee schon ziemlich weich und sulzig sei. Glücklicherweise, hatte es dann doch noch für eine 45-minütige Fahrt gereicht :).

Die Disco war auch eine amüsante Erfahrung. Die GrönländerInnen tanzen extrem gerne zu Country. Sobald ein Countrysong abgespielt wurde, war die Tanzfläche voll. Es wurde richtig gut getanzt, mit Drehungen und Figuren und allem Drum und Dran. Da habe ich wirklich gestaunt. Was fand es auch witzig, dass jegliche Altersgruppen und Leute in der Disco waren. Ob Vizedirektorin der Schule, Opa, Lehrer, 18-jährige Teenies oder Ladenbesitzer – ALLE waren dort. Am 3.00h schloss die Disco, und man begab sich zu einer der „After Parties“ bei jemandem zu Hause.

Ja, das ist jetzt alles schon wieder vorbei. Ich hatte einen guten Rückflug, und bin am 7. Juni wohlbehalten in Esbjerg bei Kristina angekommen. Der Bus stand immer noch an Ort und Stelle. Ich freute mich richtig den Bus wieder zu sehen, und hinein zu schauen. Ich plante am nächsten Tag eine Garage in Esbjerg aufzusuchen, die Zeit hatte einen Ölwechsel und einen groben Check zu machen. Ich hatte nämlich den Eindruck, dass die Dieselleitung langsam wieder zu rinnen beginnt… :S Die dritte Garage hatte dann endlich Zeit. Der Typ war ganz begeistert von meinem Bus und meinem Vorhaben. Einige Stunden später konnte ich den Bus wieder abholen. Sie haben das Öl + Filter gewechselt. Die Bremsen kontrolliert – diese seien alle noch in einwandfreien Zustand (mein Bruder hat tolle Arbeit geleistet :)). Einen Teil der Dieselleitung mussten sie noch ersetzen…habe ich doch richtig bemerkt. Ansonsten sei der Bus in einem super Zustand. Da müsse ich mir keine Sorgen machen. Super Bericht! Später spazierte ich noch ins Stadtzentrum, und erledigte Einkäufe. Jetzt muss ich ja wieder haushalten :). Kristina war am Morgen in der Schule, und am Nachmittag arbeiten. Wir verbrachten noch einen gemütlichen Abend mit Lasagne, Wein und fernsehen zusammen.

Heute Morgen, 9. Juni, setzte sich mein Roadtrip endlich fort. Es war am Anfang schon etwas komisch, nach 3 Wochen wieder mit dem Bus unterwegs zu sein. Aber natürlich ein schönes Gefühl. Ich fuhr Richtung Silkeborg, und machte unterwegs einen Halt beim „Himmelbjerget“ (147m.ü.M). Von dort aus hat mein einen schönen Ausblick auf die Gegend – wenn das Wetter etwas besser gewesen wäre. Es regnete fast den ganzen Tag. Ich hoffe, dass bald schöneres Wetter kommt… Ich nehme voraussichtlich am Montag die Fähre von Frederikshavn nach Göteborg. Sweden is coming up :).

Liäbi Griäss, Madlene

 



Dänemark – Ferienvorbereitungen

6 06 2012

Schon bald nach dem Frühstück ging es mit dem Bus ins Stadtzentrum. Dort erkundeten wir die Umgebung mit den Sehenswürdigkeiten zu Fuss. Es war der zweite Besuch in Kopenhagen für mich. Als ich im Jahr 2009 meine dänische Kollegin (Malene) besuchte, verbrachten wir auch einen Tag in der Hauptstadt. Mir gefällt Kopenhagen nach wie vor. Ich glaube Nicolaj hat die Stadt auch gefallen, besonders das Abendessen ;). Er war nämlich noch nie in einem Hard Rock Café. So hat er sich ein T-Shirt gekauft, und wir haben uns entschieden am Abend dort Essen zu gehen.

Am nächsten Tag ging die Reise auch schon wieder weiter. Wir wussten nicht so genau, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. So fuhren wir zuerst einmal Richtung Odense. Dann entschieden wir uns in den nördlichen Teil der Insel zu fahren. Genauer gesagt nach Bogense. Das war eigentlich auch nur eine Ortschaft um zu übernachten. Es gab dort nichts Interessantes zu sehen oder zu unternehmen. Ich hatte mit einer anderen dänischen Kollegin (Kristina) vereinbart, dass ich meinen Bus bei ihr vor der Wohnung (in Esbjerg) stehen lassen kann, während meinen Ferien in Grönland. So war unser nächstes, und sogleich letztes Reiseziel Esbjerg. Wir trafen dort am 17. Mai um ca. 13.00h ein. Ich stelle den Bus an den Rand der Quartierstrasse. Dort wird er nun ganz einsam und alleine für die kommenden 2.5 Wochen stehen :(. Kristina begrüsste uns, und führte uns in ihre Wohnung. Nachdem wir etwas geplaudert hatten, druckte ich noch meine Flugtickets, -bestätigungen aus. Seeehr wichtig! Ansonsten könnte es etwas mühsam werden… Danach gingen wir in den Keller, wo ich einen Koffer bekam. Ich darf meinen Bus bei ihr stehen lassen, ihren Drucker u. ihr Internet benutzen, einen Koffer ausleihen – nicht schlecht, oder :)? Ich packte dann den Koffer mit meiner mitgebrachten Winterausrüstung. Ich habe Malene noch im Voraus gefragt, ob ich ihr etwas aus Dänemark mitbringen soll. Ihre Antwort brachte mich zum Schmunzeln. Sie sagte, dass sie gerne eine neue Sonnenbrille von H&M hätte, und je nach dem wie viel Platz ich noch hätte, Karotten, Salatgurken und Philadelphia. Karotten und Salatgurken seien nämlich sehr, sehr rar. Nur von Zeit zu Zeit bekommen sie dieses Gemüse von Island, und das sei nicht so gut. Also habe ich eine Sonnenbrille vom H&M, 2kg Karotten, 4 Salatgurken und 3 Philadelphia gekauft.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Kristina am Hafen und an der Küste. Sie hatte am Abend schon etwas vor, und so gingen Nicolaj und ich ein letztes Mal zusammen in einem Restaurant essen. Kristina hat uns eines empfohlen. Wie Regula und ich, jassten auch Nicolaj und ich „Tschau Sepp“. Mit der gleichen Regel: Wer am Schluss weniger Punkte hat, zahlt das Abendessen. Dieses Mal zahlte ich. Kristina legte einen Zweitschlüssel in den Briefkasten, und so konnten wir bei ihr die Zähneputzen und auf Toilette gehen, bevor wir im Bus schlafen gingen. Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus zum Bahnhof in Esbjerg, und von dort aus mit dem Zug nach Kopenhgen. In Kopenhagen mussten wir in einen anderen Zug umsteigen, um zum Flughafen zu gelangen. Mein Flug war 3 Stunden früher, als der von Nicolaj. So verabschiedeten wir uns, und ich ging durch die Passkontrolle. Es war eine tolle Woche, die, wie alle anderen Wochen, extrem schnell vorbei gegangen ist. Es war also tatsächlich soweit. Ich fliege nach Grööööönland! Juhuuuiiiii! Ich war richtig gespannt, was mich da alles erwarten wird.



Von Deutschland nach Dänemark

3 06 2012

Nicolaj ist gut in Hamburg angekommen. Wir bestiegen die Bahn, und fuhren zurück zum Stellplatz. Da sah er zum ersten Mal meine Behausung, und sogleich auch seine Unterkunft für die nächste Woche. Nachdem er sich den Bus angeschaut hatte, machten wir uns daran, den Kühlschrank zu reparieren. Das klappte wunderbar. Nach kurzer Zeit lief der Kühlschrank wieder :). Juhuuuiiii! Nachdem wir die bevorstehende Woche besprochen hatten (Wann? Wohin? Was?), gingen wir in die Stadt. Zuerst spazierten wir durch das Stadtzentrum, und machten da und dort den anderen Stopp. Da heute der Beginn des Hafenfestes war, gingen wir natürlich auch dort hin. Die Verpflegungsstände, Marktstände mit jeglichem Zeugs, Spielmöglichkeiten, usw. reihten sich aneinander. Menschen hatte es natürlich auch in Scharen. Wir entschieden uns, eine 1-stündige Bootstour durch den Hafen und die Speicherstadt zu machen. Das war eine tolle Tour. Wir sahen viele verschiedene und beeindruckende Schiffe, die extra zum Hafengeburtstag gekommen waren. Unter anderem kamen Schiffe direkt aus Russland. Die jungen Matrosen waren in der Uniform gekleidet, und waren wohl nicht älter als 20 Jahre. Langsam verspürten wir einen Hunger. So gingen wir die diversen Verpflegungsstände entlang, bis Nicolaj etwas ins Auge stach: Wildschwein am Spiess. Das war lecker! Wir verbrachten noch einige Zeit am Hafenfest, bevor wir die Reeperbahn besuchten. Nach einiger Zeit entschlossen wir uns zurück zum Bus zu gehen, um Nicolaj’s Einkaufstasche abzulegen. Wir planten nämlich am Hafenfest zu Abend zu essen. Vor dem Essen besichtigen wir jedoch noch eines dieser Russenschiffe. Schon noch cool, so ein Schiff! Als unsere Mägen knurrten, machten wir uns auf den Weg zu den Verpflegungsständen. Wir entschieden uns für „Riesenspiesse“ :). Wir schlenderten durch das rege Treiben, bis wir eine super Live Band spielen hörten. Wir blieben dort hängen, und genossen die Musik. Da wir beide schon seit früh morgens auf den Beinen waren, gingen wir noch vor Mitternacht zum Stellplatz zurück.

Adieu Hamburg! Heute geht’s nach St. Peter Ording. Kommt diese Ortschaft einigen von euch bekannt vor? Nicht? Und was, wenn ich die Serie „Gegen den Wind“ (mit Ralf Bauer) erwähne? Das ist nämlich der Ort, wo diese Serie gedreht wurde. Ein kleines Touristendörfchen. Es war gerade Ebbe und seeeeehr windig, als wir dort ankamen. Ich versucht dann eines dieser „berühmten“ Krabbenbrötchen. Das war zwar etwas trocken, aber dennoch ganz schmackhaft. Wir gingen noch zu einem Leuchtturm und genossen die Gegend. Könnt ihr euch noch an den Käpt’n Blaubär erinnern? Wenn ich die Leute hier sprechen hörte, erinnerte es mich jedes Mal an diese Sendung.

Am nächsten Tag, 13. Mai, ging es dann quer rüber nach Puttgarden. Wir hatten nämlich vor, von dort die Fähre nach Dänemark zu nehmen. Wir informierten uns über die Preise und die Abfahrtszeiten. Am Fährhafen hatte es auch ein grosses Duty-Free Schiff, wo man Sodas, Bier, Wein, jeglicher anderer Alkohol, Süssigkeiten, Kleider und Schuhe kaufen konnte. Die Dänen luden ihre Anhänger randvoll mit Sodas und Alkohol. Wir verbrachten noch die Nacht in Puttgarden, bevor es am nächsten Tag mit der Fähre (Fahrzeit 45 min.) nach Dänemark ging. Nach einigen Kilometern Fahrt wurden wir von einer Zollkontrolle aufgehalten. Sie wollten jedoch nur wissen, wohin wir wollten, und wie lange wir in Dänemark bleiben würden. Nach einem kurzen Blick in den Bus, durften wir bereits wieder weiter fahren. So setzte sich unsere Reise in Richtung Hauptstadt Dänemarks fort. Nach anfänglichen Schwierigkeiten den Campingplatz zu finden, klappte dies dann auch noch. Aber teuer ist es hier! Man merkte es schon. Man kommt dem teuren Norden immer näher… Für eine Nacht für 2 Personen zahlte ich bis jetzt durchschnittlich ca. 20 Euro. In Kopenhagen zahlten wir 37 Euro!!! Wir blieben für 2 Nächte. Der angebrochene Nachmittag/Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang am Meer entlang, und kochten danach unser Abendessen.